Bundesamt für Naturschutz

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Hinweise für die Antragstellung bei E+E-Vorhaben

Zuwendung:

Aus dem E+E -Fördertitel können nur Zuschüsse (= Zuwendungen) gezahlt werden. Die Gewährung einer Zuwendung setzt ein feststellbares Eigeninteresse und eine finanzielle Eigenbeteiligung des Zuwendungsempfängers voraus.


Zuwendungsempfänger

können natürliche und juristische Personen mit Sitz und Geschäftsbetrieb in der Bundesrepublik Deutschland mit Ausnahme der Länder sein. In der Regel sind dies Landkreise, Kommunen, Verbände und Universitäten. Fachliche Kompetenz und die ordnungsgemäße Verwaltung der Fördergelder müssen gewährleistet sein.


Zuwendungsfähige Ausgaben:

Die Ausgaben müssen für die Durchführung des Vorhabens notwendig sein. Zuwendungen werden etwa für Personal, Planung, Anschaffung bzw. Herstellung von Wirtschaftsgütern, Erwerb oder Pacht unbeweglicher Sachen (z. B. Flächen) gewährt. Die Antragserarbeitung kann nicht gefördert werden. Außerdem sind Ausgaben für Landes- oder Kommunalaufgaben sowie der Erwerb von Grundstücken der öffentlichen Hand nicht zuwendungsfähig. Der E+E -Fördertitel ist im Bundeshaushalt den investiven Titeln zugeordnet. Daraus ergibt sich, daß nicht-investive Vorhaben grundsätzlich nicht gefördert werden.


Öffentlichkeitsarbeit:

Die Durchführung von Tagungen zum Projekt wird begrüßt. Die Erstellung von Broschüren, Faltblättern, Filmdokumentationen und andere projektbegleitende Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit können gefördert werden. Die Schlussberichte sollen in der Regel in der BfN-Schriftenreihe "Naturschutz und Biologische Vielfalt" veröffentlicht werden, Kurzdarstellungen des Projekts in der BfN-Zeitschrift "Natur und Landschaft" oder in der BMUB-Zeitschrift "Umwelt".


Vergabe von Aufträgen:

Der Zuwendungsempfänger kann Fördergelder für die Vergabe von Aufträgen, die er im Rahmen des Projekts an Dritte vergibt (z. B. Werkverträge, Verträge mit Planungsbüros), erhalten.


Förderumfang:

Das Hauptvorhaben kann bis zu zwei Dritteln der Gesamtausgaben gefördert werden. Die Ausgaben für Voruntersuchung und wissenschaftliche Begleitung können in voller Höhe bezuschusst werden.


Finanzierung:

Die Finanzierung soll auch die Interessen Dritter an der Projektrealisierung widerspiegeln, beispielsweise die des jeweiligen Bundeslandes. Ein Eigenanteil des Projektträgers ist unerlässlich.


Antragstellung:

Für die erste Anfrage beim BfN reicht die Zusendung einer formlosen Projektskizze aus: per  E-Mail oder auf dem Postweg an das BfN, Referat PK, Konstantinstr. 110, 53129 Bonn.

Die darin enthaltenen Informationen sollen eine erste Einschätzung ohne weitere Rückfragen ermöglichen.

Bei einer positiven Bewertung werden Gespräche mit dem Antragsteller geführt und es folgt der förmliche Antrag. Hierzu ist eine ausführliche Beschreibung des Vorhabens (Ausgangssituation, Stand des Wissens, Zielsetzung, geplante Maßnahmen, notwendige Planungsverfahren, Zeitplan, Karten des Projektgebietes, Neuartigkeit, Erprobungsbedarf, Bundesinteresse) erforderlich. Außerdem ist eine präzise und prüfbare Kostenübersicht sowie ein Finanzierungsplan, der die Aufteilung der kalkulierten Kosten auf die unterschiedlichen Geldgeber darstellt, vorzulegen.

Zur haushalterischen Prüfung und Erfassung der für eine Bewilligung notwendigen Daten im Projektförderinformationssystem "profi" ist weiterhin ein formalisierter Antrag über das im Internet frei zugängliche elektronische Antrags- und Angebotssystem "easy" zu stellen.

Bitte beachten Sie hierzu die  Hinweise zur verwaltungsmäßigen Bearbeitung von E+E -Vorhaben mit dem System "profi".


Zuwendungsbescheid:

Die Bereitstellung von Bundesmitteln durch Zuwendungsbescheid ist an haushaltsrechtliche und fachliche Auflagen gebunden. Die Durchführung eines E+E -Vorhabens erfordert vom Projektträger neben der fachlichen Kompetenz auch die Bereitschaft, sich mit den zuwendungsrechtlichen Grundlagen und Förderbedingungen auseinanderzusetzen.


Folgekosten:

Der Träger des Hauptvorhabens verpflichtet sich zur Übernahme der nach Abschluss von Einzelmaßnahmen sowie nach Projektende entstehenden Folgekosten des Vorhabens.

Letzte Änderung: 21.05.2014

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