Fischerhuder Wümmeniederung
Lage:
Niedersachsen
Naturraum:
Stader Geest
Fläche:
762 Hektar Kerngebiet
Projektbeschreibung:

Die "Fischerhuder Wümmeniederung" schließt sich direkt an das in Bremen gelegene Naturschutzgebiet "Borgfelder Wümme-wiesen", einem inzwischen abgeschlossenen Naturschutzgroßprojekt, an. In der "Fischerhuder Wümmeniederung" verästelt sich die Wümme in mehrere Hauptarme und Nebengewässer zu einem Binnendelta. Das Gebiet ist von außerordentlicher Bedeutung für Wiesenvögel und als Zugvogel-Rastgebiet (ausgewiesenes EU-Vogelschutzgebiet) sowie als potentieller Fischotter-Lebensraum. Etwa 50 % der Flächen, v.a. im wertvollsten Bereich, dem sog. "Nassen Dreieck", erfüllen die Kriterien eines Brutvogelgebietes nationaler Bedeutung (gefährdete Arten sind Wiesenweihe, Bekassine, Uferschnepfe, Großer Brachvogel, Schilfrohrsänger).
Gefährdungen treten auf durch Nutzungsintensivierung und wasserbauliche Maßnahmen.
Ziel des Projektes ist die Erhaltung und Entwicklung einer großflächigen Feuchtwiesenlandschaft als naturnahes Überschwemmungsgebiet mit Feuchtgrünländern, Röhrichten, Flussarmen (Binnendelta) und Altwassern.
Bisher wurden fast die gesamten Kerngebietsflächen durch den Projektträger erworben und mit Auflagen zur extensiven Nutzung verpachtet. Als eine der wichtigsten biotoplenkenden Maßnahmen wurden die im Kerngebiet gelegenen Deiche entlang der Wümmearme größtenteils abgetragen oder zurückverlegt. Um eine weitere Verbesserung der Gewässerdurchgängigkeit zu erreichen, wurden verschiedene Stauwehre in Sohlgleiten umgebaut.
Förderzeitraum:
1992 bis 2004
Finanzvolumen:
11,26 Mio. Euro
Projektträger:
Landkreis Verden
Fachdienst Naturschutz und Landschaftspflege
27281 Verden (Aller)
Tel.: 04231 / 15-756, Fax: 04231 / 15-603
Projektförderer:
BMU, Land Niedersachsen, Landkreis Verden
Ansprechpartnerin im BfN:
Dr. Ulla Steer
FG II 2.3
Weitere Informationen:
Natur und Landschaft, Jahrgang 67 (1992) Heft 7/8, 354 - 358 (
Bestellhinweise)

