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Grünes Band Eichsfeld-Werratal

Lage:

Thüringen, Niedersachsen, Hessen in den Landkreisen Osterode am Harz, Nordhausen, Göttingen, Eichsfeld, Werra-Meißner-Kreis, Unstrut-Hainich-Kreis


Naturraum:

Weser-Leine-Bergland, Thüringer Becken und Randplatten sowie Osthessisches Bergland


Fläche:

18.500 Hektar Kerngebiet


Projektbeschreibung:

Kolonnenweg im Grünen Band Eichsfeld

Kolonnenweg im Grünen Band Eichsfeld (Bildautor: Uwe Riecken)

Leitziel des Naturschutzgroßprojektes ist der Biotopverbund zahlreicher naturschutzfachlich wertvoller Lebensräume, wobei dem Grünen Band sozusagen als „Rückgrat“ eine besondere Vernetzungsfunktion zukommt. Daran angebunden sind großflächige Wälder, wertvolle Kulturlandschaftsbiotope und Fließgewässer über funktional geeignete Trittsteine und Korridore.

Das Projektgebiet weist einen hohen Anteil an naturnahen Lebensräumen, insbesondere von Wäldern auf. Überwiegend handelt es sich dabei um Buchenwälder unterschiedlichster Ausprägung. Daneben sind Schluchtwälder sowie Schatthang- und Blockschuttwälder, thermophile Eichenwälder und Erlen-Eschen-Auwälder zu nennen.

Mindestens 63 % der Lebensräume im Kerngebiet sind gemäß der Roten Liste bedroht oder gefährdet. Im Projektgebiet gibt es eine Vielzahl von bundesweit seltenen, gefährdeten und bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Hervorzuheben sind die auf der Roten Liste Deutschland mit „1“ (vom Aussterben bedroht) bewerteten Arten Schlankes Wollgras, Rötliche Fetthenne, Weiße und Gestreifte Heideschnecke, Raubwürger, Mopsfledermaus und Kleine Hufeisennase. Weitere bedeutsame Arten des Projektgebietes sind das Bachneunauge, der Scabiosenscheckenfalter, der Quendel-Ameisenbläuling und die Wildkatze. Als Bruthabitat für den Schwarzstorch kommt dem Projektgebiet eine bundesweite Bedeutung zu.

Hauptziel des Projektes ist es, naturnahe Abschnitte des Grünen Bandes dauerhaft in ihrer Lebensraum- und Strukturvielfalt zu bewahren. Als Leitlinie des Biotopverbunds sollen eine durchgängige lineare Gehölz-Offenland-Struktur geschaffen und halboffene Lebensräume gefördert werden. Daneben wird auf geeigneten Flächen auch die natürliche Sukzessionsdynamik zugelassen.

Ein weiteres Ziel des Projektes ist der Schutz, die Pflege und die Entwicklung wertvoller, seltener oder bedrohter Waldgesellschaften.


Förderzeitraum:

Förderphase I: 2009 - 2012 (Erstellung des Pflege- und Entwicklungsplans)
Förderphase II: 2013 - 2020 (Umsetzung der Maßnahmen)


Finanzvolumen:

Förderphase I: 1 Mio. Euro
Förderphase II: 9,8 Mio. Euro (geplant)


Projektträger:

Heinz Sielmann Stiftung
Gut Herbigshagen
37115 Duderstadt
Tel.: 05527/914123, Fax: 05527/914-100
Email: h.keil@sielmann-stiftung.de


Projektförderer:

BMU/BfN,  Freistaat Thüringen, Niedersachsen, Hessen, Heinz Sielmann Stiftung


Ansprechpartner im BfN:

Gerd Woithe  FG II 2.1



Letzte Änderung: 09.11.2011

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