Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü


Suche in www.bfn.de

Mayener Grubenfeld

Lage:

Rheinland-Pfalz, im Landkreis Mayen-Koblenz


Naturraum:

Osteifel und Mittelrheingebiet


Fläche:

15 Hektar Kerngebiet


Projektbeschreibung:

Drei Bartfledermäuse

Foto: A. Kiefer

Bierkeller Mayen

Foto: M. Kitzig

Das Projekt "Mayener Grubenfeld" umfasst eines der bedeutendsten Fledermausvorkommen Mitteleuropas. In dem nur 15 ha großen Kerngebiet mit seinem verzweigten Stollensystem im früheren Basalt-Untertagebau werden in den teilweise nur sehr schwer zugänglichen Höhlen zwischen 30.000 und 50.000 Tiere vermutet. Dieser Lebensraum für 16 überwiegend streng geschützte Fledermausarten (u.a. Großes Mausohr, Mopsfledermaus, Bechsteinfledermaus, Teichfledermaus) soll gesichert und optimiert werden. Zu diesem Zweck sind Erhaltungsmaßnahmen mit dem Ziel vorgesehen, die Fledermausbestände samt Lebens- und Jagdraum dauerhaft zu schützen. Dazu werden nach einer detaillierten Vermessung nicht mehr tragfeste Säulen saniert, instabile Deckenblöcke verankert, die Eingangsbereiche vergittert und stabilisiert, und - wo erforderlich - gefährliche Einbrüche der Stollen an der Erdoberfläche abgedeckt. 

Markierungen und eine Ausstattung der Tiere mit Sendern geben Auskunft darüber, in welchem Einzugsbereich die einzelnen Arten in den unterschiedlichen Lebensphasen diese Höhlen nutzen. Dazu werden die Einflugswege in das Grubenfeld sowie der Nachweis möglicher Verbindungen zu dem benachbarten Mendiger Winterquartier erfasst und die Flugwege untersucht, um die Vernetzung der verschiedenen Täler und geschlossenen Waldgebiete zu den Wochenstuben dokumentieren zu können. 

Des Weiteren wird ein naturverträgliches Tourismuskonzept erarbeitet, das sowohl die Belange des Naturschutzes als auch die Interessen der touristischen Nutzung des kulturhistorisch bedeutsamen Mayener Grubenfeldes zusammenführen soll. Die Thematisierung des Zusammenspiels von Bergbau und Fledermausökologie spielt dabei eine entscheidende Rolle. Videoübertragungen von den Aktivitäten in den Stollen veranschaulichen die Bedeutung als wichtige Lebensräume, ohne dabei die Fledermäuse durch Führungen in die Stollen zu gefährden.



Großes Mausohr

Foto: C. Braun

Tagebau Mayen

Foto: A. Kiefer

Förderzeitraum:

Förderphase I: 2007 (Erstellung des Pflege- und Entwicklungsplans)
Förderphase II: 2007 - 2012 (Umsetzung der Maßnahmen)


Finanzvolumen:

Förderphase I:  0,43 Mio. Euro
Förderphase II: 5,26 Mio. Euro


Projektträger:

NABU Rheinland-Pfalz
Dr. Andreas Kiefer
Grabenstraße 19b
56745 Bell
Tel.: 02652-557069

 Email


Projektförderer:

BMU/BfN, Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz, NABU Rheinland-Pfalz


Ansprechpartner im BfN:

 Dr. Hans-Jürgen Schäfer, Referat G


Weitere Informationen:

 mehr im Internet


Letzte Änderung: 30.12.2011

 Artikel drucken