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Obere Ahr-Hocheifel

Lage:

Rheinland-Pfalz, an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen, Landkreis Ahrweiler


Naturraum:

Ahrtal, Ahreifel, Hocheifel


Fläche:

3.282 ha Kerngebiet


Projektbeschreibung:

Campingplatz an der Ahr

(Quelle: Landkreis Ahrweiler)

Das Projektgebiet ist Teil einer Mittelgebirgsregion mit geringer Bevölkerungsdichte und hohem Waldanteil. Ein besonderes Merkmal der darin eingebetteten offenen Wiesentäler ist ihre Abgeschiedenheit auf mehreren Kilometern Länge - heute eine Seltenheit. Auf ungedüngten Wiesen findet man im Frühjahr das breitblättrige und das gefleckte Knabenkraut. Die Ufer der Ahr werden auf weiten Strecken von einer Galerie aus Schwarzerlen, verschiedenen Weidenarten und Eschen begleitet. Charakteristisch für die Mäandertalbereiche oberhalb der Ortschaft Schuld sind die Talhänge aus anstehendem Fels mit Vorkommen der stark gefährdeten Mauereidechse und einer speziellen wärmeliebenden Vegetation. Als Fließgewässer der Äschen- und Forellenregion beheimatet das Gewässersystem der Oberen Ahr nahezu alle gewässertypischen heimischen Fischarten, von denen ein großer Teil stark gefährdet ist (z.B. Barbe, Schneider und Groppe). Noch fehlende Arten wie der vom Aussterben bedrohte Lachs oder die Meerforelle stehen vor der Wiedereinbürgerung und finden in der Ahr unvergleichlich gute Habitate zur Reproduktion. Als weitere charakteristische Arten für naturnahe Gewässer und Auen kommen im Kerngebiet u.a. Eisvogel, Wasseramsel und Schwarzstorch vor. Eine Reihe von gefährdeten Fledermausarten wie z.B. die Bechsteinfledermaus, das Große Mausohr und die Bartfledermaus nutzen das Kerngebiet als Nahrungshabitat. Bemerkenswert sind auch die Vorkommen des bundesweit gefährdeten Uhus sowie der stark gefährdeten Wildkatze.

Ziele des Vorhabens sind der Schutz und die naturnahe, eigendynamische Entwicklung des Gewässersystems der Oberen Ahr in Rheinland-Pfalz. Dazu gehören neben den Gewässern selbst auch die angrenzenden Niederungen mit vielfach extensiver Grünlandnutzung. Dieser reich strukturierte ökologische Gesamtkomplex soll als Lebensraum für die charakteristischen natruraumtypischen Pflanzen- und Tierarten erhalten und entwickelt werden.


Förderzeitraum:

2007 bis 2017 (Phase I: 2007 - 2011)


Finanzvolumen:

9,7 Mio. Euro (Phase I: 800.000 €)


Projektträger:

Kreisverwaltung Ahrweiler
Wilhelmstraße 24-30
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Tel.: 02641/975-256
Fax: 02641/975-456
e-mail:  info@aw-online.de


Projektförderer:

BMU/BfN, Land Rheinland-Pfalz, Kreis Ahrweiler


Ansprechpartnerin im BfN:

Claudia Klär  FG II 3.2


Weitere Informationen

Homepage  www.obere-ahr-hocheifel.de

Natur und Landschaft, Jahrgang 86 (2011), Heft 5: 196 - 203


Letzte Änderung: 31.05.2011

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