Saar-Blies-Gau/Auf der Lohe
Lage:
Saarland, südöstlich von Saarbrücken, nahe der deutsch-französischen Grenze
Naturraum:
Pfälzisch-Saarländisches Muschelkalkgebiet
Fläche:
2.117 Hektar Kerngebiet
Projektbeschreibung:

Der Saar-Blies-Gau gehört zu den klimatisch begünstigten Muschelkalk-Keuper-Gau-Landschaften Südwestdeutschlands. Es handelt sich um eine alte, reich gegliederte Kulturlandschaft mit extensiver landwirtschaftlicher Nutzung und geringem Waldanteil. Sie weist die höchste Dichte besonders schutzwürdiger Biotope im Saarland auf. Prägende Elemente sind u.a. Kalk-Halbtrockenrasen, Salbei-Glatthafer-wiesen, Streuobstwiesen und naturnahe Wälder. Im Rahmen der Projektförderung wurden nicht nur die arealgeographisch bedeutenden Vorkommen von Küchenschelle und Affen-Orchis gesichert, sondern auch andere Arten der submediterranen Flora. Dazu zählen vor allem weitere Orchideen wie Ragwurz- und Knabenkrautarten sowie die Hohlzunge. Aus faunistischer Sicht ist u.a. das Vorkommen von Weinhähnchen, Bergzikade, Raubwürger und Orpheusspötter von Bedeutung.
Ziel des Projektes ist der Schutz, die Entwicklung und die Pflege einer alten, vielfältig strukturierten und traditionell extensiven Kulturlandschaft mit dem Vorkommen zahlreicher seltener, gefährdeter und/oder charakteristischer Tier- und Pflanzenarten. Im Vordergrund stehen hierbei naturschutzfachlich hochwertige Biozönosen, die ohne ein entsprechendes Naturschutzkonzept nicht erhalten werden können. Insofern kommt der Wiederaufnahme bzw. Fortführung extensiver Nutzungsweisen eine besondere Bedeutung zu. Darüber hinaus ist auch der Schutz nicht pflegebedürftiger, Lebensgemeinschaften bzw. deren Entwicklungsstadien Gegenstand dieses Projektes.
Förderzeitraum:
1995 bis 2011
Finanzvolumen:
8,58 Mio. Euro
Projektträger:
Zweckverband Naturschutzgroßvorhaben "Saar-Blies-Gau/Auf der Lohe"
Feldmannstr. 85
66119 Saarbrücken
Tel.: 0681/954150, Fax: 0681/9542525
Projektförderer:
BMU/BfN, Land Saarland, Zweckverband "Saar-Blies-Gau/Auf der Lohe"
Ansprechpartnerin im BfN:
Dr. Ulla Steer
FG II 2.3
Weitere Informationen:
Natur und Landschaft Jahrgang 71 (1996), Heft 7/8: 330 - 336 (
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