Bundesamt für Naturschutz

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Gefährdung, Bewertung, Management

Die Roten Listen sind wissenschaftliche Fachgutachten, die das aktuelle Ausmaß der Gefährdung der biologischen Vielfalt in Deutschland dokumentieren und bewerten (Gefährdungsanalyse). Sie sind verlässliche Anzeiger des menschlichen Umgangs mit der Natur und dienen als Argumentationshilfe und Entscheidungsinstrument bei Planungen und Maßnahmen der Naturschutzpraxis.

 zu den Roten Listen

Fachdiskussionen auf internationaler und nationaler Ebene, die weiterhin bestehende Gefährdungssituation von Arten und Ökosystemen sowie die Erfüllung nationaler Verpflichtungen aus internationalen Vereinbarungen (z.B. FFH -Richtlinie, Rio-Konvention, Ramsar-Konvention, Bonner Konvention) machen die Fortschreibung der Roten Listen gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze erforderlich.

 zur Weiterentwicklung der Roten Liste

Hier finden Sie Steckbriefe zu den 134 in Deutschland vorkommenden Arten der FFH -Richtlinie (Anhang IV). Viele dieser Arten kommen in land-, forst- und fischereiwirtschaftlich genutzten Gebieten vor. Um eine an diese Arten angepasste Bewirtschaftung zu erleichtern, stellt das Bundesamt für Naturschutz mit diesem Internethandbuch Empfehlungen für die land-, forst- und fischereiliche Nutzung ihrer Lebensräume bereit.

 zum FFH -Handbuch

"Arten nationaler Verantwortlichkeit Deutschlands" sind Arten, für die Deutschland international eine besondere Verantwortlichkeit hat, weil sie nur in Deutschland vorkommen oder weil ein hoher Anteil der Weltpopulation in Deutschland vorkommt.

 Arten nationaler Verantwortlichkeit Deutschlands

Gebietsfremde Arten, die sich nach ihrer beabsichtigten oder unbeabsichtigten Einbringung durch den Menschen in Gebieten, in denen sie natürlicherweise nicht vorkommen, etablieren, können zu Veränderungen der Funktionsabläufe in Ökosystemen führen oder ursprüngliche Lebensgemeinschaften beeinträchtigen. Dadurch entsteht Handlungsbedarf für den Naturschutz, um die biologische Vielfalt und ihre natürliche Dynamik zu erhalten.

 zu den gebietsfremden Arten

In den vergangenen Jahren haben Bekämpfungsmaßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner in mehreren Bundesländern deutlich zugenommen und 2013 wurden erstmals auch großflächig Wald­flächen einbezogen. Aufgrund der Wirkweise der Bekämpfungsmittel ist eine deutliche und nachhaltige Beeinträchtigung von Nicht-Zielorganismen in den entsprechend behandelten Wäldern nicht auszuschließen. Zu diesem Thema finden Sie hier weitere Informationen:

 Naturschutzrelevanz der Bekämpfungsmaßnahmen

 BfN-Skript: "Der Eichenprozessionsspinner in Deutschland"

Der Klimawandel genießt nach wie vor große Aufmerksamkeit und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Für geschützte Arten und solche, für deren Erhaltung Deutschland eine besondere Verantwortlichkeit besitzt, soll eine Konzeption für künftige Maßnahmen entwickelt werden. Im ersten Schritt wurde eine Sensibilitätsanalyse durchgeführt.

 zu Auswirkungen des Klimawandels auf Arten

Wirtschaftlich motivierte Eingriffe in Wildtierpopulationen in Form einer konsumtiven Nutzung finden seit vielen Jahren überall auf der Welt statt. Internationale Konventionen verpflichten die Mitgliedsstaaten u.a. die Nachhaltigkeit dieser Nutzung zu gewährleisten. Um verlässliche, allgemein akzeptierte Grundlagen für eine diesbezügliche Prüfung zu erarbeiten, führte das BfN in den Jahren 1999 und 2000 zwei Workshops zum Thema "Nachhaltige konsumtive Nutzung von Wildtieren (NKN)" durch.
 zur nachhaltigen Nutzung von Wildtieren

Weltweit werden ca. 50.000 - 70.000 Pflanzenarten in der traditionellen und modernen Medizin genutzt. Der größte Teil dieser Pflanzen wird aus Wildsammlung gewonnen, so dass schätzungsweise bis zu 15.000 Heil- und Aromapflanzen bedroht sind, dies vielfach als Ergebnis von nicht nachhaltigen Sammelpraktiken. Der Internationale Standard für die nachhaltige Wildsammlung von Heil- und Aromapflanzen zeigt Wege auf, um diesem Problem zu begegnen.
 zur nachhaltigen Nutzung von Wildpflanzen

Letzte Änderung: 31.10.2014

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