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CWSS - Abkommen zur Erhaltung der Seehunde im Wattenmeer


Seehund (Phoca vitulina)
© Lars Nieradzik
Seehund (männlich) schaut mit seinen großen dunklen Augen direkt in die Kamera. Typisches Foto, bei dem alle sagen: "Was fuer ein suesser Luemmel!"

Als erstes Regionalabkommen innerhalb der Bonner Konvention trat am 01.10.1991 das Abkommen zur Erhaltung der Seehunde (Phoca vitulina) im Wattenmeer (Agreement on the Conservation of Wadden Sea Seals, CWSS) in Kraft. Ausgearbeitet und beschlossen wurde es angesichts des 1988/89 aufgetretenen, durch eine Viruserkrankung ausgelösten Seehundsterbens. Das Abkommen diente anschließend als Muster für die weiteren Regionalabkommen.

Mitgliedstaaten des CWSS sind Dänemark, die Niederlande und Deutschland. Ziel des Abkommens ist die Erhaltung bzw. Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes der Seehundpopulation im Wattenmeergebiet der drei Vertragsparteien. Als wesentliche Aufgaben werden die Einrichtung von Schutzgebieten, Forschung und Monitoring, Entnahmeregelungen, Maßnahmen zur Verringerung von Störungen durch Jagd, Tourismus oder Schifffahrt und zur Verringerung von Meeresverschmutzung sowie Öffentlichkeitsarbeit genannt. Ein gemeinsamer  Managementplan soll zur Umsetzung der Ziele beitragen.


Entwicklung der Seehundpopulation von 1975 bis 2016 (Trilateral Sea Expert Group 2016)
 Datentabelle 1975-2016

Nach mehr als 20 Jahren Seehundschutz im Rahmen der Bonner Konvention, seit Unterzeichnung des Abkommens am 16. Oktober 1990 als Reaktion auf das große Seehundsterben 1988, haben sich die Seehundbestände erholt. Erneute Verluste durch die letzte Staupe-Epidemie 2002 konnten ausgeglichen werden. 2016 wurden bei den zwischen den Mitgliedsstaaten koordinierten Zählflügen insgesamt 24.339 Seehunde für das gesamte Wattenmeer registriert. Davon entfallen 2.150 auf Dänemark, 6.592 auf Schleswig-Holstein, 7.437 auf Niedersachsen und Hamburg und 8.160 Tiere auf die Niederlande. Der Bestand ist damit verglichen mit 2015 leicht rückläufig. Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Zählflüge 2016 enthält der Bericht " Aerial surveys of Harbour Seals in the Wadden Sea in 2016". Nach wie vor gilt es bestehende Beeinträchtigungen (Störungen, Habitatveränderungen, negative Einflüsse durch Fischerei und Umweltverschmutzung) weiter zu reduzieren. Wirksame Verbesserungen können nur durch internationale Zusammenarbeit erzielt werden.

Weitere Informationen

 Steckbrief zur trilateralen Wattenmeerzusammenarbeit

 Abkommenstext
Agreement on the Conservation of Wadden Sea Seals in deutscher und englischer Sprache

 Managementplan

in englischer Sprache

 Übersicht über die Regional- und Verwaltungsabkommen der Bonner Konvention

Linktipps

 Wattenmeer Sekretariat
Offizielle Webseite in englischer Sprache

 Bonner Konvention
Offizieller Webseite der Bonner Konvention (CMS) in englischer Sprache

Letzte Änderung: 18.01.2017

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