Bundesamt für Naturschutz

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Potentielle Natürliche Vegetation Deutschlands

Beginn der Kartierung in Deutschland

Ab 1960 wurde mit der Kartierung der Potentiellen Natürlichen Vegetation (PNV) Deutschlands begonnen. Mittels der von Reinhold Tüxen entwickelten Methode, die realen Vegetationsformationen auf gleichartigen Standorten zu einer PNV-Einheit zusammen zu fassen, wurde es möglich, das Vegetationsgefüge in einem mittleren Maßstab übersichtlich darzustellen.

Die Geländekartierung erfolgte im Maßstab 1:25 000 bzw. 1:50 000. Bis 1984 konnten größere Gebiete Nordwestdeutschlands bearbeitet werden. In dieser Zeit wurden folgende Beispielkarten im Maßstab 1:200 000 in den Heften der "Schriftenreihe für Vegetationskunde" veröffentlicht:


Blatt 85 Minden (W. Trautmann 1966)

Blatt CC 5502 Köln (W. Trautmann und Mitarb. 1973)

Blatt CC 3118 Hamburg/West
(A. Krause und L. Schröder 1979/1994)

Blatt CC 5518 Fulda (U. Bohn 1981, 1996)

Extern erstellte Karte: Rheinland-Pfalz (P. Wahl, 1990)

Fortführung nach 1990

Bis 1996 konnten West-Thüringen sowie große Teile von Hessen und Nord-Baden-Württemberg in einem ersten vom BfN vergebenen F+E -Vorhaben bearbeitet werden.

Ab 1997 wurde die Vegetationskartierung Deutschlands fortgeführt in gemeinsam finanzierten   F+E -Vorhaben des BfN und der bisher nicht bearbeiteten Bundesländer. Nach einer kombinierten Methode aus Geländekartierung und Auswertung von Grundlagenkarten wurden auf der Basis von TK 50-Karten zuerst die ostdeutschen Bundesländer und danach Baden-Württemberg und Bayern bis 2005 bearbeitet. Veröffentlicht wurden folgende sogenannte "Landeskarten 1:200.000" von:

Sachsen-Anhalt (LfU Halle 2000)
Sachsen (Schmidt, Hempel, Denner, Döring, Gnüchtel, Walter & Wendel 2002)
Brandenburg (Hofmann & Pommer 2005)
Mecklenburg-Vorpommern (Kiphuth & Weinauge 2005)
Thüringen (Bushart & Suck 2008)
Bayern, M 1:500.000 (Suck & Bushart 2009)
Baden-Württemberg (Reidl et al., in Druckvorbereitung)

Neu: Karte der Potentiellen Natürlichen Vegetation Deutschlands

Titel der Veröffentlichung "Karte der Potentiellen Natürlichen Vegetation Deutschlands"

Nachdem 2003 die Karte der natürlichen Vegetation Europas vorgelegt wurde, finden mit der vorliegenden Veröffentlichung auch die Arbeiten an der Karte der Potentiellen Natürlichen Vegetation von Deutschland ihren Abschluss. Ausgehend von Vorgänger-Institutionen des Bundesamtes für Naturschutz wurden in Bund/Länder-Forschungsvorhaben die Vegetationsdaten erhoben und zu dieser neuen PNV-Karte im Maßstab 1:500.000 zusammengefasst.
Sie stellt die mögliche Verbreitung der natürlichen Pflanzengesellschaften dar, wie sie unter den derzeitigen klimatischen und edaphischen Standortbedingungen und der heimischen Flora vorherrschen würde. In Deutschland wären demnach überwiegend Waldgesellschaften verbreitet, die hauptsächlich aus Buchenwäldern bestehen.
Damit gibt es eine wichtige Grundlage und einheitliche Bezugsbasis auf Bundesebene für verschiedenste Fragen der Vegetationskunde, der Landschaftsökologie, des Naturschutzes und der Landschaftspflege, einer nachhaltigen Nutzung und einer umweltgerechten Planung sowie zu Klimamodellen.
Das Bundesgebiet ist in sechs Teilkarten gegliedert, die zusammen mit einer Karte der Vegetationsgebiete Deutschlands (M 1:1,5 Mio.) den Inhalt der Kartenmappe bilden.
Die zugehörige Kartenlegende umfasst etwa 350 Kartierungseinheiten, namentlich Vegetationskomplexe, angefangen von der Küstenvegetation über Hochmoore, Bruch- und Auenwälder, Hainbuchen- und Buchenwälder bis hin zu subalpinen Nadelwäldern und Krummholzgebüschen sowie alpinen Rasen- und Felsengesellschaften.

Weitere Informationen

 FloraWeb ist das online-Informationsangebot des BfN über die wild wachsenden Pflanzenarten, Pflanzengesellschaften und die natürliche Vegetation Deutschlands

Neu: Karte der Potentiellen Natürlichen Vegetation Deutschlands

Deutschlandkarte-Cover

Vegetationskarte Deutschlands im Maßstab 1:500.000 in sechs Teilkarten und einem Legendenband mit Übersichtskarte der Vegetationsgebiete im Maßstab 1:1,5 Millionen.

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Kontakt

Für weitere Fragen:
 FG II 1.2: Botanischer Artenschutz

Letzte Änderung: 07.11.2011

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