Bundesamt für Naturschutz

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Struktur der CBD


Vertragsstaatenkonferenz (VSK) - Conference of the Parties (COP)

Seit 1994 treffen sich alle zwei Jahre Delegierte der Vertragsstaaten der Biodiversitätskonvention ( CBD ), um die teilweise relativ allgemeinen Aussagen des Konventionstextes zu konkretisieren und an deren gemeinsamer Umsetzung zu arbeiten. 

Logo der CBD-COP 12

COP 12 in Pyeongchang / Südkorea, Oktober 2014

Vom 6. bis 17. Oktober 2014 fand in Pyeongchang/Südkorea die 12. Vertragsstaatenkonferenz (COP 12) der Biodiversitätskonvention statt.

Gleich zu Beginn wurde der vierte globale Sachstandsbericht zur Lage der biologischen Vielfalt ( Global Biodiversity Outlook 4, GBO 4) veröffentlicht, in dem über den Stand der Umsetzung des Strategischen Plans 2011-2020 und der Aichi-Ziele berichtet wird.

Während COP 12 trat am 12. Oktober 2014 das Nagoya Protokoll in Kraft.

 Weitere Informationen zur COP 12

 Abschlussbericht und Beschlüsse der COP 12

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COP 11 in Hyderabad/Indien, Oktober 2012

Vom 8. bis 19. Oktober 2012 fand in Hyderabad/Indien die 11. Vertragsstaatenkonferenz (COP 11) der Biodiversitätskonvention statt. Auf der COP 11  wurden der Stand der Umsetzung des Nagoya Protokolls und der Stand der Umsetzung des Strategischen Plans 2011-2020 begutachtet und diskutiert. Vorrangig wurde die weitere Finanzierung der Umsetzung der CBD -Beschlüsse verhandelt.

 Weitere Informationen zur COP 11

 Ergebnisse der COP 11

 Abschlussbericht und Beschlüsse der COP 11

Logo der CBD-COP 10

COP 10 in Nagoya/Japan, Oktober 2010

Vom 18. bis 29. Oktober 2010 fand in Nagoya/Japan die 10. Vertragsstaatenkonferenz (COP 10) der CBD statt. Zwei wichtige Beschlüsse der COP 10 waren das  Nagoya Protokoll und der  Strategische Plan 2011-2020 für den Erhalt der biologischen Vielfalt ( Strategic Plan for Biodiversity 2011-2020).

 Zentrale Beschlüsse der COP 10

Presseinformationen zur COP 10

Logo der CBD-COP 9

COP 9 in Bonn, Mai 2008

Von 2008 bis 2010 hatte Deutschland als Vertragspartei des Übereinkommens über die biologische Vielfalt die CBD -Präsidentschaft. Somit wurde die 9. Vertragsstaatenkonferenz (COP 9) im Mai 2008 in Bonn abgehalten. Mit Bonn als Veranstaltungsort und Deutschland als Gastgeber boten sich zahlreiche Möglichkeiten sich im Rahmen der Konferenz mit den Themen der CBD auseinanderzusetzen und die vielfältigen Aktivitäten kennen zu lernen. Ferner stellten sich verschiedenste Institutionen, Behörden und Nichtregierungsorganisationen auf zahlreichen „Side Events“ vor. Aufgrund der deutschen Präsidentschaft war das Bundesamt für Naturschutz intensiv in die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der 9. Vertragsstaatenkonferenz eingebunden. Die deutsche Präsidentschaft endete mit Beginn der 10. Vertragsstaatenkonferenz 2010 in Japan.

 Ergebnisse der COP 9

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CBD-Sekretariat

Die wesentliche Aufgabe des CBD -Sekretariates ist die administrative Unterstützung bei der Umsetzung der Biodiversitätskonvention. Unter seine Aufgaben fallen die Organisation und Durchführung der Vertragsstaatenkonferenzen und Sitzungen der unterschiedlichen CBD -Organe.

 Weitere Informationen zum CBD -Sekretariat

Secretariat of the Convention on Biological Diversity

413, Saint Jacques Street, suite 800
Montreal QC H2Y 1N9
Canada
Tel: +1 514 288 2220
Fax: +1 514 288 6588
E-Mail: secretariat@cbd.int

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National Focal Points

Jeder Vertragsstaat der CBD hat nationale Ansprechpartner (National Focal Points, NFP) bezüglich der CBD .

 Zur Übersicht über alle NFPs der CBD

CBD NFP für Deutschland

Internationale Angelegenheiten der biologischen Vielfalt
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Robert Schumann Platz 3 
53175 Bonn
Tel.: 0228 - 99 305 2615
Email:  Axel.Benemann@bmu.bund.de

SBSTTA NFP für Deutschland

Dr. Horst Korn
Fachgebietsleiter II 5.1 Biologische Vielfalt
Bundesamt für Naturschutz
Außenstelle Insel Vilm
18581 Putbus
Tel.: 038301 - 86 130
Email:  horst.korn@bfn.de

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SBSTTA - Wissenschaftlich-technischer Ausschuss der CBD

Die COP wird nach  Artikel 25 der CBD von einem wissenschaftlich-technischen Ausschuss, dem SBSTTA ( Subsidiary Body on Scientific, Technical and Technological Advice) beraten. COP und SBSTTA wiederum werden vom   CBD -Sekretariat bei der Vorbereitung der Beschlüsse und Aktivitäten unterstützt.

SBSTTA tritt auf der Basis von COP-Entscheidungen unregelmäßig zusammen. Bislang gab es jeweils zwei SBSTTA-Sitzungen zwischen den Vertragsstaatenkonferenzen. Mindestens soll jedoch eine SBSTTA-Sitzung einige Monate vor der bevorstehenden COP stattfinden.

Aufgabe des SBSTTA ist es, den momentanen Stand der Biodiversität (Erhaltungsstand, Trend, Gefährdungsursachen etc.) zu erfassen, die bisherigen Maßnahmen zur Umsetzung der CBD wissenschaftlich zu begutachten und dementsprechend Ratschläge, Vorschläge und Ziele vorzubereiten, die auf der folgenden COP eingereicht werden. Andererseits können auch von der COP Arbeitsaufträge bzw. Anfragen an SBSTTA gestellt werden.

Im Gegensatz zur Arbeitsgruppe zur Überprüfung der Umsetzung der CBD , WGRI
( Working Group on the Review of Implementation), die gezielt an Wegen der Umsetzung und Operationalisierung der CBD -Ziele arbeitet, beschäftigt sich SBSTTA mit der Bewertung des Istzustands und der Zielkontrolle der CBD .

Die 16. SBSTTA-Sitzung fand im Mai 2012 in Montreal/Kanada statt. Die 17. SBSTTA-Sitzung wird voraussichtlich Ende 2013 stattfinden.

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WGRI - Arbeitsgruppe zur Überprüfung der CBD-Umsetzung

Die Arbeitsgruppe zur Überprüfung der Umsetzung der CBD (WGRI Ad Hoc Open-ended Working Group on the Review of Implementation of the Convention) wurde 2002 von der COP 6 ins Leben gerufen. Dies geschah aufgrund der Erkenntnis, dass zur Erreichung des damaligen 2010-Ziels eine weit schnellere und effektivere Umsetzung der CBD , ein besserer Überprüfungs-, Rückkopplungs- und Informationsprozess erforderlich war. Bislang wurde WGRI viermal abgehalten, um Empfehlungen für eine effektive Umsetzung der CBD für die jeweils darauf folgende Vertragsstaatenkonferenz vorzubereiten.

Im Unterschied zu SBSTTA, dem wissenschaftlich-technischen Ausschuss der CBD , beschäftigt sich WGRI vor allem mit einer Begutachtung der Umsetzung von Teilen des  Strategischen Plans 2011 - 2020 für den Erhalt der biologischen Vielfalt ( Strategic Plan for Biodiversity 2011 - 2020).

Ferner wurde WGRI von der COP gebeten, Vorschläge zum weiteren Vorgehen bei den Prozessen des Finanzierungssystems der CBD ( decision VIII/18, paragraph 6), dem Global Biodiversity Outlook ( decision VIII/14, paragraph 18), und einigen Bereichen der COP Organisation und Struktur (die so genannten "Operations of the Convention",  decision VIII/10, paragraphs 35 and 39) zu erarbeiten. Die Ergebnisse wurden 2008 auf der  9. Vertragsstaatenkonferenz in Bonn (COP 9) vorgestellt.

Die vierte Sitzung von WGRI fand im Mai 2012 in Montreal/Kanada statt.

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Protokolle im Rahmen der CBD

Bisher existieren zwei Protokolle als eigenständige internationale Abkommen unter der CBD . Diese Protokolle wurden zu ausgewählten Themen verfasst und besitzen weder ein eigenes Sekretariat, noch ein eigenes Budget, sondern werden unter dem Dach der CBD koordiniert. Somit können die Protokolle ausschließlich von CBD -Vertragsstaaten gezeichnet und ratifiziert werden. Der rechtsverbindliche Rahmen für die Umsetzung der Protokollinhalte ist allerdings stärker, als der für die Umsetzung der COP-Beschlüsse.

Nagoya Protokoll

"Protokoll von Nagoya über den Zugang zu genetischen Ressourcen und die ausgewogene und gerechte Aufteilung der sich aus ihrer Nutzung ergebenden Vorteile zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt"

Die Umsetzung des Nagoya Protokolls soll den Zugang zu genetischen Ressourcen und die ausgewogene und gerechte Aufteilung der aus ihrer Nutzung resultierenden Vorteile sichern. Von besonderer Bedeutung ist dies für die industrielle Pharmazie und Landwirtschaft und vor allem für Entwicklungs- und Schwellenländer, die in ihrer hoch diversen Flora und Fauna zahlreiche genetische Ressourcen besitzen.

Detailierte Informationen zum Stand der Umsetzung des Nagoya Protokolls finden Sie auf der 
 Deutschen ABS -Informationsplattform.

 The Nagoya Protocol on Access and Benefit-sharing ( ABS )

 

Cartagena Protokoll

"Protokoll von Cartagena über die biologische Sicherheit zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt"

Das Cartagena Protokoll entstand in Anbetracht des raschen Aufschwungs der modernen Biotechnologie und der zunehmenden öffentlichen Besorgnis über ihre möglichen nachteiligen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die menschliche Gesundheit.

Das Protokoll befasst sich mit der grenzüberschreitenden Verbringung von durch moderne Biotechnologie hervorgebrachten lebenden veränderten Organismen, die nachteilige Auswirkungen auf die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt haben können. 

 Cartagena Protokoll über biologische Sicherheit  

 Cartagena Protocol on Biosafety

 Nagoya-Kuala Lumpur Supplementary Protocol on Liability and Redress to the Cartagena Protocol on Biosafety

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Strukturdiagramm der CBD:

Vereinfachte Darstellung der Struktur der CBD: Die Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) ist das zentrale Gremium der CBD. Sie wird vom CBD-Sekretariat organisiert und durchgeführt. Das Sekretariat interagiert zu diesem Zweck mit Berat

Vereinfachte Darstellung der Struktur der CBD

Letzte Änderung: 18.06.2015

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