Bundesamt für Naturschutz

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Ethische Grundlagen

Neuerscheinungen der BfN-Skriptenreihe: Brücken bauen zwischen Theorie und Praxis

BfN-Skript 443 (2016)
Das Bild stellt die Titelseite des BfN-Skriptes 443 dar. Der Titel des Skriptes lautet:Naturschutz, Kommunikation und Ethik - Brücken bauen zwischen Theorie und Praxis. Das Titelbild greift dieses Thema durch eine Steinbrücke in einer Schlucht auf.
BfN-Skript 437 (2016)
Die Abbildung stellt die Titelseite des BfN-Skriptes 437 dar. Das Skript ist eine Workshopdokumentation. Das Titelbild zeigt vier Farnblätter, die sich gegenüberstehen, wie in einer symbolischen Gesprächsgruppe.

Naturschutz stützt sich auf ethisch-moralische Grundlagen. Für viele Akteure der Naturschutzkommunikation ist die explizite Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen jedoch nach wie vor ungewohnt. Eine Veröffentlichung des Bundesamtes für Naturschutz führt deshalb in die ethischen Grundlagen der Naturschutzkommunikation ein (BfN-Skript Band 443). Die Broschüre basiert auf einem Forschungs- und Entwicklungsvorhaben des BfN, in dessen Rahmen sich Akteure aus Wissenschaft und Praxis zu einem Expertenworkshop trafen. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, wie Kommunikation über Ethik im Naturschutz gelingen kann.


Die Publikation soll dazu beitragen, die Kluft zwischen Theorie und Praxis sowie zwischen Ökologie und Philosophie zu überbrücken. Dazu werden verbreitete Mythen über Naturschutz, Kommunikation und Ethik hinterfragt. Als Impulse für die praktische Bildungsarbeit finden sich Arbeitsmaterialien im Anhang. Der Workshop selbst ist zusätzlich in einem eigenen BfN-Skript (Band 437) dokumentiert.

Eser, U. (2016). Naturschutz, Kommunikation und Ethik: Brücken bauen zwischen Theorie und Praxis. Eine Einführung in die ethischen Grundlagen der Naturschutzkommunikation mit Impulsen für die Praxis.  BfN-Skript 443. Bonn.


Eser, U. (Hrsg.).(2016). Jenseits von Belehrung und Bekehrung: Wie kann Kommunikation über Ethik im Naturschutz gelingen?  BfN-Skript 437. Bonn. 

Die NBS - Eine Frage der Ethik

Titelbild NaBiV 107

In der Naturschutzpolitik der Bundesregierung stehen die Themenfelder "Schutz der biologischen Vielfalt" und "Klimawandel" an vorderster Stelle.

Die Umsetzung erfolgt über die  Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) sowie die  Deutsche Anpassungs- strategie  an den Klimawandel (DAS). Beide Strategien beruhen auf UN-Übereinkommen:  UN-Übereinkommen über die biologische Vielfalt und  UN-Klimakonvention

NBS und DAS wurden in einem Gutachten im Auftrag des BfN auf verwendete ethische Begründungsmuster hin untersucht. Erfolgreiche Strategien und Maßnahmen zum Schutz der Natur und biologischen Vielfalt sind von glaubwür-digen Argumenten abhängig; das Gutachten bildet einen ersten Schritt hin zu einer grundlegenden ethischen Fundierung des Naturschutzes und präsentiert ein Raster zur Systematisierung der verwendeten Argumente:

Die Kategorie "Klugheit" fasst Begründungen zusammen, die den Schutz der biologischen Vielfalt aus einem wohlbegründeten Eigeninteresse (z.B. dem men- schlichen Überlebensinteresse) heraus betonen. Hierunter fallen auch die im Naturschutz derzeit weit verbreiteten ökologischen und ökonomischen Argumente.

Argumente der "Gerechtigkeit" betonen unsere moralischen Verpflichtungen, wie etwa allen heute lebenden Menschen oder auch zukünftigen Generationen gegenüber.

Argumente der Kategorie "Glück" schließlich fokussieren auf die Rolle der Natur und biologischen Vielfalt als Bestandteil eines guten und erfüllten menschlichen Lebens.

Das Gutachten ist unter dem Titel:  Klugheit, Glück, Gerechtigkeit. Ethische Argumentationslinien in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt in der Schriftenreihe des BfN erschienen (NaBiV Heft 107).

Veröffentlichung: Gerechtigkeitsfragen im Naturschutz

Titel NaBiV 130

Die in der Schriftenreihe des Bundesamtes erschienene Studie "Gerechtigkeitsfragen im Naturschutz - Was sie bedeuten und warum sie wichtig sind" (NaBiV Heft 130) eröffnet einen tieferen Einblick in die Bedeutung, Facetten und Chancen von Gerechtigkeitsfragen und -argumenten in der Naturschutzkommunikation. Die Studie differenziert zwischen verschiedenen Arten der Gerechtigkeit und veranschaulicht an konkreten Fallbeispielen, wie etwa der Europäischen Agrarpolitik, wie Gerechtigkeitsfragen bei komplexen Entscheidungsprozessen und Interessenkonflikten thematisiert werden können. Ausgehend von diesen Beispielen werden Empfehlungen für eine ethisch fundierte Naturschutzkommunikation entwickelt.

Glücksargumente: Das gute Leben mit der Natur

Das gute Leben und die Natur: Blick von Pienza auf das Orciatal (Foto: Matthias Schloßberger).
Titelbild der Veröffentlichung

Am 27. und 28. März 2014 fand an der Universität Potsdam ein Experten-Workshop zum Thema "Die Natur und das gute Leben - Glücksargumente in der Naturschutzkommunikation" statt. Zahlreiche renommierte Referentinnen und Referenten aus den Bereichen Naturschutz und Naturnutzung sowie aus verschiedenen Geisteswissenschaften stellten dar, welche Chancen und Grenzen Argumente des Guten Lebens haben können. Ziel war es, konkrete Handlungsempfehlungen für die Naturschutzkommunikation zu erarbeiten. 

 Dokumentation der Tagung

BfN-Fachtagung "Naturschutz heute - eine Frage der Gerechtigkeit"

Cover des Skriptes zur Fachtagung

Am 29. und 30. April 2013 fand in Berlin eine BfN-Fachtagung zu Gerechtigkeitsthemen im Naturschutz statt. Ziel war es, einen fundierten, bundesweiten Diskurs zwischen Naturschutzakteuren, Wissenschaft und Forschung sowie auf politischer Ebene anzu- stoßen und bisher vorliegende Erkenntnisse zu Fragestellungen mit Gerechtigkeitsbezug gebündelt in die breite Fachöffentlichkeit hineinzutragen. Die Veranstaltung wurde durch renommierte Referent- innen und Referenten gestaltet. Der Abschlussvortrag wurde von Klaus Töpfer gehalten, Exekutivdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS), ehemaliger Exekutivdirektor des Umweltpro- gramms der Vereinten Nationen (UNEP) und ehemaliger Bundesumweltminister.

  Dokumentation der Tagung

Interdisziplinärer Expertenworkshop „Gerechtigkeitsargumente – Chancen & Herausforderungen für die Naturschutzkommunikation“

Frau Doktor Uta Eser von der Hochschule Nürtingen, Frau Professor Doktor Dagmar Borchers von der Universität Bremen und Frau Professor Doktor Angelika Krebs von der Universität Basel diskutieren über Gerechtigkeitsargumente.

Welchen Stellenwert haben Gerechtigkeit und Umweltethik in der Öffentlichkeit? Wie können Gerechtigkeitsargumente erfolgreich kommu- niziert werden? Welche Beiträge können Medien leisten? Unter welchen situativen Gegebenheiten sind Gerechtigkeitsargumente für den Naturschutz besonders nützlich?

Zu diesen Fragen diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis auf Einladung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) am 29. März 2012 in Bonn.

 Kurze Zusammenfassung der Veranstaltung

 Vollständige Dokumentation der Veranstaltung

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Gutachten "Umweltethische Argumente und ihr Stellenwert im EU-Vergleich"

Cover der Publikation

Die Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt ( CBD ) bedarf sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene gut begründeter und gesellschaftlich akzeptierter Argumentationslinien. In Anlehnung an die bestehenden Analysen ethischer Argumente in der nationalen Naturschutzkommunikation hat das BfN ein Gutachten in Auftrag gegeben, dass umweltethi- sche Aspekte im Naturschutz- und Biodiversitäts- diskurs auf europäischer Ebene analysiert. Der finale Report präsentiert insbesondere Erkenntnisse aus den Analysen der Biodiversitätsstrategien Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und der EU.

Die Publikation ist unter dem Titel „ Prudence, Justice and the Good Life: a typology of ethical reasoning in selected European national biodiversity strategies” auf Englisch bei IUCN erschienen.

Dialogforum Ethik

Reger Austausch beim Dialogforum: Teilnehmende während der Diskussion

Im Rahmen der Analyse verschiedener Biodiversitätsstrategien in Europa wurde am 03. und 04. März 2011 in Stuttgart-Hohenheim das  "Dialogforum Ethik: Europäische Biodiversitätsstrategien begründen und kommunizieren" vom Bundesamt für Naturschutz ausgerichtet. Kooperationspartner waren das österreichische Umweltbundesamt und das Bundesamt für Umwelt in der Schweiz.

Mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Praxis wurde kritisch über Begründungsmuster in Biodiversitätsstrategien reflektiert und ein ethischer Diskurs auf europäischer Ebene initiiert.