Bundesamt für Naturschutz

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Kommunikation

Eine wissenschaftliche Grundlage zur Generierung von Zielgruppen für die Naturschutzkommunikation bietet beispielsweise die Lebensstilforschung mit den
 Sinus-Milieus, die auch in der Nachhaltigkeitskommunikation angewendet werden. Soziale Milieus sind Gruppen von Menschen, die sich in ihrer Lebensauffassung, ihren Wertprioritäten, ihren Verhaltensweisen sowie ihren alltagsästhetischen Stilen und Präferenzen ähnlich sind.

In einer Reihe von F+E -Vorhaben hierzu wurde untersucht, welche Chancen für den Naturschutz gegeben sind, wenn sich dieser differenzierter mit seinen Zielgruppen befasst und seine Kommunikation verbessert. Die Ergebnisse wurden in der Schrif- tenreihe "Naturschutz und Biologische Vielfalt" publiziert.


Natur- und Gesundheitsschutz

Cover von Naturschutz & Gesundheit

Naturschutz und Gesundheitsschutz sind für Kooperationen prädestiniert, denn beiden Handlungs- feldern ist der Ansatz einer ganzheitlichen Betrachtung des Mensch-Natur-Systems gemeinsam.

BfN und BMUB wollen diese Gemeinsamkeiten für künftige Kommunikations-strategien verstärkt nutzen und führen hierzu Forschungsvorhaben und Tagungen durch. Einige Ergebnisse dieser Aktivitäten liegen als Veröffentlichung vor.

Die Erstellung des internetgestützten Informationssystems zu Naturschutz und Gesundheitsschutz ist abgeschlossen  (NatGesIS).

Ökonomische Diskussion

Eine Gruppe Männer steht an einem Feld und unterhält sich

In Zeiten wirtschaftlicher Stagnation und hoher Arbeitslosigkeit wird der Naturschutz oft als "Jobverhinderer" und "Wachstumsbremse" bezeichnet. Auch wenn Naturschutz nicht allein in Zahlen ausdrückbar ist und seine Zielsetzungen weit darüber hinausgehen, so gibt es dennoch vielfältige Beispiele, in denen Naturschutzmaßnahmen sozioökonomischen Mehrwert generieren und damit die Akzeptanz für Naturschutz in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erhöhen ( Naturschutzökonomie). Eine vom Bundesamt für Naturschutz 2005 in Auftrag gegebene Studie hat entsprechende Argumente zusammengetragen.

Politische Diskussion

Viele Menschen sitzen in einem großen Konferenzsaal

Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Die Spielräume staatlichen Handelns sind enger geworden und auch die Naturschutzverwaltungen in Deutschland stehen unter erheblichem Druck: Während die für den Naturschutzvollzug in Deutschland zuständigen Verwaltungen auf Landes-, Kreis- oder kommunaler Ebene immer neue Aufgaben übertragen bekommen, stagniert oder schrumpft zugleich die Personal- und Finanzausstattung dieser Behörden. Bei der Analyse dieser Entwicklungen ist festzustellen, dass die besonderen Bedingungen im föderalen Deutschland den Überblick über die Zuschnitte und die gewählten Organisations- formen der einzelnen Naturschutzverwaltungen erschweren. 

Im Rahmen eines Forschungsvorhabens wurden die Konsequenzen sich verändernder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen (Modernisierung der Verwaltung, Privatisierung, etc.) für den Naturschutz untersucht und in der Schriftenreihe des BfN publiziert.