Bundesamt für Naturschutz

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Deutsch-Chinesische Workshopreihe zu Biodiversität


Waldschutzgebiet des Jinggangshan Nature Reserve in der subtropischen Provinz Jiangxi (Autorin: Susanne Lehmann)

Seit 2008 finden in regelmäßigen Abständen und im Wechsel in China und in Deutschland deutsch-chinesische Workshops des BfN zu ausgewählten Biodiversitäts- und Naturschutzthemen statt. Ziel der Veranstaltungen ist sowohl der wissenschaftliche Austausch zu methodischen Ansätzen und Forschungsergebnissen wie auch der Austausch zu aktuellen und geplanten Projekten und politischen Programmen im Bereich Biodiversität. Darüber hinaus bieten die Workshops aber auch Gelegenheit, die Schwerpunkte und Handlungsstrategien des Engagements Deutschlands im Bereich Biodiversität zu diskutieren und die Möglichkeiten einer engeren Kooperation und Vernetzung deutsch-chinesischer Organisationen zu erörtern.


8. Bilateraler Workshop

Unter dem Titel "Urban Biodiversity & Ecosystem Services – Values, Policies, Planning and Implementation" fand vom 16. bis zum 19.06.2015 der 8. Chinesisch-Deutsche Workshop zur Biodiversität in Dresden und Berlin statt.

 Workshopdokumentation


7. Bilateraler Workshop

Vom 6. bis zum 9.7.2014 fand in Shenyang (Provinz Liaoning, China) der 7. bilaterale Workshop zur Biodiversität mit dem Thema "Challenges in Water Quality & Quantity - Approaches and Methodologies for Freshwater Ecosystem Management in the Context of TEEB" statt.

 Workshopdokumentation


6. Bilateraler Workshop

Vom 15. bis zum 18. Juli 2013 trafen sich 45 WissenschaftlerInnen und RegierungsvertreterInnen aus China, Deutschland und Europa zum Sechsten Deutsch-Chinesischen Biodiversitätsworkshop in Bonn. Der Austausch zu den Werten von Feuchtgebieten und urbanen Ökosystemen für städtische Agglomerationsräume stand auf dem Workshop zu "TEEB for Cities and and Urban-Rural Interactions - with a Focus on Wetland Ecosystem Services" im Vordergund.
 Workshopdokumentation  


5. Bilateraler Workshop

Weitere Informationen folgen in Kürze.


4. Bilateraler Workshop

Teilnehmer des 4. deutsch-chinesischen Workshops (Autorin: Kerstin Lehmann)
Teilnehmer des 4. deutsch-chinesischen Workshops (Autorin: Kerstin Lehmann)

Der vierte deutsch-chinesische Workshop zu Themen der Biodiversität fand vom 29. Juni bis 2. Juli 2011 an der  Internationalen Naturschutzakademie des BfN auf der Insel Vilm statt. Im von den Vereinten Nationen ausgerufenen  Internationalen Jahr des Waldes behandelte der diesjährige Workshop Ansätze, Konzepte und Instrumente, die zur stärkeren Einbeziehung von Aspekten der biologischen Vielfalt sowie Ökosystemdienstleistungen in Wäldern beitragen ( Programm). Über 30 Teilnehmer, die überwiegend aus verschiedenen deutschen und chinesischen Institutionen der Forschung und Politikberatung kamen, diskutierten über Ansätze des segregativen und integrativen Naturschutzes in der Forstwirtschaft sowie über Honorierung von Ökosystemdienstleistungen.

China, das zurzeit eine Waldbedeckung von 20% hat und dessen Ziel es ist, bis 2050 das Land mit einer Waldfläche von mind. 28% zu bedecken, verfolgt zurzeit noch sehr stark den klassifizierten Ansatz, bei dem der Wald entweder als reiner Nutzwald (ohne Berücksichtigung von Naturschutz- oder anderen Aspekten) oder reiner Schutzwald ausgewiesen ist. Die chinesische Delegation war daher sehr interessiert integrative Ansätze aus Deutschland kennen zu lernen.

Hauptziel des Workshops war durch Erfahrungsaustausch und Netzwerkbildung Aspekte der Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen in der Forstwirtschaft zu stärken.


Herr Noack vom Landeskompetenzzentrum Forst erläutert die langfristigen Flächen zu Herkunftsversuchen (Autorin: Kerstin Lehmann)
Herr Noack vom Landeskompetenzzentrum Forst erläutert die langfristigen Flächen zu Herkunftsversuchen (Autorin: Kerstin Lehmann)

Neben Vorträgen und Diskussionen auf der Insel Vilm wurde der Workshop durch drei Exkursionstage ergänzt.

Im Vorfeld wurde der  Nationalpark Kellerwald-Edersee in Nordhessen sowie das  Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde und die  Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde in Brandenburg besucht. Die dort vorgestellten Konzepte gaben gute Inputs für die Diskussionen beim Workshop. Die praxisorientierte Sichtweise, wie Naturschutzaspekte im Management berücksichtigt werden können, wurde während der dritten Exkursion in den  Hessenhagener Forst im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin von dem dortigen Revierförster vermittelt.

Die Ergebnisse des Workshops werden in die Vergleichsstudie zu Waldschutz und Waldnutzung in China und Deutschland eingearbeitet und im Herbst diesen Jahres als BfN Skript veröffentlich.


3. Bilateraler Workshop

Paneldiskussion mit Experten aus China, Indien, USA und Europa zu Fragen von Inwertsetzung ökosystemarer Dienstleistungen (Autor: Susanne Lehmann)
Paneldiskussion mit Experten aus China, Indien, USA und Europa zu Fragen von Inwertsetzung ökosystemarer Dienstleistungen.

Der dritte Workshop in der seit 2008 jährlich stattfindenden Reihe fand vom 21. bis zum 24. Juni 2010 diesmal wieder in China statt. In Beijing trafen sich etwa 100 Fachleute aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, um die Rolle der Biodiversität und ihrer ökosystemaren Dienstleistungen zu diskutieren ( Workshopprogramm).

Das Ziel des Workshops war es insbesondere die Wahrnehmung für die Bedeutung des Wertes von Biodiversität für den Menschen zu schärfen, Projekte und Ansätze zur Inwertsetzung von Ökosystemdienstleistungen zu vermitteln und Lösungen zu finden, um den wachsenden Druck auf diese Ökosysteme zu vermindern. Diskutiert wurden Gefahren und Chancen der aktuellen Situation, insbesondere in China und Deutschland, mit speziellem Fokus auf verschiedene Landnutzungsformen und ihren Auswirkungen. Diskutiert wurden auch mögliche Empfehlungen für die Umsetzung effektiver politischer Strategien sowie engagierter Verpflichtungen der Wirtschaft und die Verantwortung der Gesellschaft, mit dem Ziel den weiteren Verlust der Biodiversität aufzuhalten. Begleitet wurde der Workshop auch von einer Postersession, auf der die Ergebnisse aus etwa 20 wissenschaftlichen Projekten vorgestellt wurden, die zu verschiedenen Aspekten ökosystemarer Dienstleistungen arbeiten. Der  Workshopbericht ist als Nr. 292 in den BfN-Skripten erschienen.

Wissenschaftliche Tagesexkursionen im Rahmen des dritten Biodiversitätsworkshops

Randgebiet des Nandagang Wetland Natural Reserve (Autor: Susanne Lehmann)
Randgebiet des Nandagang Wetland Natural Reserve.

Im Anschluss an den Workshop fanden für eine Reihe von ausgewählten Experten noch zwei Tagesexkursionen in die nähere Umgebung Beijings statt. Das Ziel der ersten Exkursion war das Nandagang Wetland Natural Reserve in Cangzhou, Hebei (Tianjin Municipality). Dieses Feuchtgebiet setzt sich aus Küstenabschnitten, Buschland und Moor zusammen und bildet insbesondere einen wichtigen Lebensraum für Zugvögel.

Die zweite Exkursion führte in den etwa 2 Stunden von Beijing entfernten Labagoumen Forest Park (Huairou District, Beijing). Dort konnte ein beeindruckender Botanischer Garten besichtigt werden, der an die Beijing University angeschlossen ist und häufig von Studenten genutzt wird. Auch ein kleines Naturmuseum ist dem Schutzgebiet angeschlossen. Der Wald von Labagoumen setzt sich vor allem aus sekundären Eichenwäldern (Quercus mongolicus Fisch. ex Turoz.) und in den unteren Bergregionen aus Birkenwäldern (Betula chinensis etc.) und Buschland zusammen. In diesen unteren Regionen findet insbesondere landwirtschaftliche und forstliche Nutzung statt.


2. Bilateraler Workshop

Exkursionsleiter Röös erläutert das Entwicklungskonzept des Nationalparkforstamtes Eifel (Autorin: Susanne Lehmann)

Im März/April 2009 fand in Bonn der zweite Workshop statt und befasste sich mit drei Themenschwerpunkten ( Programm).


Bambusplantage in der Pufferzone des Jinggangshan Nature Reserve (Autorin: Susanne Lehmann)

1. Bilateraler Workshop

Der erste Workshop der Reihe fand im März 2008 in Peking statt und stellte einen ersten fachlich-konzeptionellen Austausch dar. Die besprochenen Themen reichten von aktuellen Instrumenten und Ansätzen zum Biodiversitätserhalt in beiden Ländern bis zu Fragen um mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf die Biodiversität in China und Deutschland ( Programm). Dieser erste Workshop zeigte Möglichkeiten für zukünftige Kooperationen von CRAES und BfN auf und bildete somit den Auftakt für eine regelmäßige Workshopreihe.

  • „Naturschutz vor dem Hintergrund von Klimawandel und Landnutzungsänderungen“, denn die Rolle der Biodiversität ist insbesondere im Zusammenhang mit Klimawandel, zunehmender Landnutzung und dem Schutz von Ökosystemdienstleistungen von globaler Bedeutung.
  • „Monitoring und Informationsmanagement“, denn um eine erfolgreiche Naturschutzarbeit leisten zu können, bedarf es der Erfassung und des Managements naturschutzbezogener Daten und Informationen.
  • „Schutzgebietsmanagement“, denn Schutzgebiete sind ein wichtiges Instrument zur Sicherung der Biodiversität und insbesondere aktuell, da China gerade dabei ist sein Schutzgebietssystem neu zu erfassen und zu bewerten.

Erweitert wurde die Tagung durch drei Exkursionen in den Bonner Kottenforst, in den Nationalpark Eifel und zur  Biologischen Station Zwillbrock, die der chinesischen Delegation einen exemplarischen Einblick in den praxisorientierten Umgang mit den oben genannten Themen in Deutschland ermöglichte.

Die Präsentationen des Workshops finden Sie  hier. Die Ergebnisse wurden außerdem als  Tagungsbericht in der BfN-Skriptenreihe Nr. 261 veröffentlicht.


Projektmanagement im BfN

Fachgebiet I 2.3 Internationaler Naturschutz
Kontakt:  Lennart Kümper-Schlake


Weitere Informationen

Dokumentation des 2. Workshops:  BfN-Skript 261

Dokumentation des 3. Workshops: