Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Weitere Informationen

Weltfeuchtgebietstag

Der nördliche Bereich des Songjin Flusses in Yuncheng City. Durch kombinierten Schutz, Renaturierung und touristische Entwicklung des Feuchtgebiets soll auch Klimafolgerisiken begegnet werden. (Foto: Lennart Kümper-Schlake)
Flussgebiet

Der  Weltfeuchtgebietstag (WWD) am 2. Februar wird seit 1997 jährlich begangen und erinnert an die Unterzeichnung der Konvention über Feuchtgebiete internationaler Bedeutung in der iranischen Stadt Ramsar am 2. Februar 1971.

Der Weltfeuchtgebietstag erinnert alljährlich an die Verabschiedung des globalen Übereinkommens zum Schutz von Feuchtgebieten (Ramsar Konvention), dem die BRD 1976 beigetreten ist.
Feuchtgebiete können – und das ist vielen Menschen bislang nicht bewusst – die Ausmaße von Naturkatastrophen verringern. So fungieren viele Feuchtgebiete wie beispielsweise Auenlandschaften entlang von Fließgewässern als eine Art Pufferzone und minimieren Hochwassergefahren und Überschwemmungen. Feuchtgebiete spielen deshalb auch im nationalen Hochwasserschutzprogramm eine zentrale Rolle. Intakte Feuchtgebiete können aber auch die Auswirkungen extremer Ereignisse wie Dürren oder Zyklone reduzieren.
Doch Feuchtgebiete sind akut bedroht: Laut der Ramsar Konvention zeigen Forschungsergebnisse, dass seit Beginn des 20. Jahrhunderts 64 Prozent der Feuchtgebiete weltweit verloren gegangen sind. Deshalb reicht es nicht aus, ein besonderes Augenmerk auf deren Schutz zu richten, auch darüber hinaus muss gehandelt werden:
In diesem Zusammenhang startet das BfN in den nächsten Wochen ein neues Projekt in der internationalen Zusammenarbeit: In Yuncheng City, einem schnell wachsenden Distrikt der Zehn-Millionen-Stadt Heze in China, wird im Rahmen eines Vorhabens ein urbanes Feuchtgebiet vor Flächenversiegelung geschützt, nach Möglichkeit in Teilen renaturiert und in Teilen für den Tourismus entwickelt. Der städtische Feuchtgebietspark Dongxi minimiert Klimafolgerisiken und trägt zur Umweltbildung bei. Das Vorhaben wird vom China Programm des World Future Council (WFC) umgesetzt, die eng mit führenden Wissenschaftlern, der Lokalregierung, aber auch dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und dem Ramsar Sekretariat zusammenarbeitet.


BfN Workshops

2015: Workshop "Feuchtgebiete für unsere Zukunft"

Aufbauend auf den ersten Workshop richtete das Bundesamt für Naturschutz am 26. & 27. März 2015 einen zweiten Workshop zum Austausch und der Vernetzung von Akteuren der Ramsar-Konvention aus. Neben aktuellen Entwicklungen der Ramsar-Konvention wurden auch länderspezifische Herausforderungen und Unterschiede thematisiert. Dazu waren außer deutschen Ramsar-Akteuren auch Vertreter aus Österreich und der Schweiz zu Gast. Zum Abschluss des Workshops fand eine gemeinsame Exkursion in die Siegauen statt.

 Workshop-Bericht |  Programm |  Teilnehmerliste

 

2013: Workshop "Umsetzung der Ramsar Konvention" 

Am 2. Dezember 2013 fand im Bundesamt für Naturschutz der Workshop zur Umsetzung der Ramsar-Konvention statt, der zum Informations- und Erfahrungsaustausch, sowie zur Vernetzung der Akteure beitragen sollte. Neben Vertretern des Sekretariats der Ramsar-Konvention, zuständigen Länderbehörden sowie von Ramsar-Gebieten zählten auch weitere am internationalen Feuchtgebietsschutz interessierte Personen aus dem (ehren)amtlichen Naturschutz, sowie aus Verwaltungen, Wissenschaften und Verbänden.

 Workshop-Bericht Programm |  Teilnehmerliste


40 Jahre Ramsar Konvention am 2. Februar 2011

Logo 40 Jahre Ramsar

Im Jahr 2011 feierte die  Ramsar Konvention ihren  40. Geburtstag als älteste weltweite Naturschutzkonvention mit  aktuell 168 Mitgliedstaaten.

Alle paar Jahre lädt das Ramsar Sekretariat dazu ein, geeignete Personen, Organisationen oder Initiativen zu benennen, die für die "Ramsar Wetland Conservation Awards" nominiert werden könnten. Der Ramsar Preis wurde 1996 eingeführt um auf die besonderen Leistungen von Einzelnen, Organisationen und Regierungen weltweit aufmerksam zu machen und diese entsprechend zu würdigen. Zuletzt fand die Vergabe in den Jahren 1999, 2002, 2005, 2008 und 2012 statt.

Weitere Informationen zur Preisverleihung, zu den Kriterien und zum Verfahren erhalten Sie auf der  Ramsar Webseite zur Preisverleihung.

Darüberhinaus können Sie die deutsche Fassung des  Handbuchs der Ramsar-Konvention herunterladen.


Film zu Ramsar-Gebieten in Deutschland und der Welt

Der vom Ramsar Sekretariat erstellte und durch das österreichische Lebensministerium übersetzte Ramsar Kurzfilm, wurde mit einem deutschen Abspann über die  deutschen Ramsar Gebiete versehen:


zurück zur  Ramsar-Konvention

Letzte Änderung: 02.02.2017

 Artikel drucken