Bundesamt für Naturschutz

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Das Grüne Band

Im Bereich der ehemaligen Grenze zwischen Ost und West (Eiserner Vorhang) in Europa konnte sich aufgrund der Nutzungsruhe und Abgeschiedenheit über Jahrzehnte ein zusammenhängendes Band von zum Teil wertvollen Biotopen entwickeln, das heutige "Grüne Band". Das BfN engagiert sich hier seit vielen Jahren und ist als Förderer von verschiedenen nationalen und internationalen Projekten aktiv.

Logo "Grünes Band Deutschland"

Entlang des ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens konnte sich die Natur über Jahrzehnte ungestört entwickeln. Dies betraf nicht nur den eigentlichen Grenzstreifen, sondern aufgrund der Abgeschiedenheit häufig auch große angrenzende Bereiche. Das Grüne Band durchzieht wie eine Perlenschnur im Wechsel großräumig wertvolle Gebiete und ausgeräumte, intensiv genutzte Agrarlandschaften wie z.B. die Börden, wo es oft die einzige verbliebene naturnahe Struktur ist. Es bildet somit eine wichtige Achse des länderübergreifenden Biotopverbunds in Deutschland. Das BfN engagiert sich seit vielen Jahren zusammen mit diversen Partnern für die Sicherung und Entwicklung des Grünen Bandes. 

 Innerdeutsches Grünes Band 

 

 


Logo "European Green Belt"

Das Europäische Grüne Band, das sich aufgrund der historischen Situation entlang des gesamten ehemaligen „Eisernen Vorhangs“ entwickeln konnte, durchzieht ganz Europa von der Barentssee im Norden bis zur Adria und zum Schwarzen Meer im Süden. Es erstreckt sich über gut 12.500 km und verläuft entlang der Grenzen von 24 Staaten. Es ist Bestandteil eines Pan-Europäischen Biotopverbunds. Das BfN hat gemeinsam mit internationalen Partnern einen Prozess der grenzübergreifenden Kooperation entlang des gesamten Europäischen Grünen Bandes in Gang gesetzt.

 Europäisches Grünes Band


Ein Foto von einem Platz in Südkorea, an dem die Buchstaben D, M und Z als große Formen - mit Stacheldraht und einer Blume verziert - aufgestellt worden sind.

Die im Nachgang zum Koreakrieg entstandene "demilitarisierte Zone" (DMZ) teilt Korea seit 60 Jahren. In ihr und einer südlich anschließenden zivilen Kontrollzone hat sich die Natur analog zum Grünen Band in Europa und Deutschland weitgehend ungestört entwickelt, so dass dieser Bereich heute Rückzugsraum für viele gefährdete Arten ist. Von südkoreanischer Seite werden Anstrengungen unternommen, diese wertvollen Bereiche für den Naturschutz zu sichern. Das BfN unterzeichnete 2012 eine Vereinbarung (Joint Declaration of Intent) mit der Provinz Gyeonggi (Südkorea) für eine Zusammenarbeit, die durch Erfahrungsaustausch zum Erhalt dieser Biodiversität beitragen soll.

 Die koreanische DMZ und das Grüne Band

 

 


Wichtige Publikationen

Schwerpunktheft der Zeitschrift „Natur und Landschaft" (2009) zum Grünen Band
Titelbild des Schwerpunkthefts der Zeitschrift „Natur und Landschaft" zum Grünen Band (Heft 9/10, 2009)

Titelseite Kinatschu (Kinder & Naturschutz): Grünes Band

Kinatschu (Kinder & Naturschutz): Grünes Band

kostenlos zu bestellen bei 

 Naturdetektive.de

Weitere Informationen

Internetseiten zum Grünen Band von

 European Green Belt

 BUND

 EuroNatur

Für weitere Fragen:

 Dr. Karin Ullrich
 Dr. Uwe Riecken

 FG II 2.1

Letzte Änderung: 21.05.2015

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