Bundesamt für Naturschutz

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Landschaftssteckbrief

13801 Grabfeld


Landschaftstyp:

4.2 Ackergeprägte offene Kulturlandschaft



Großlandschaft:

Süddeutsches Stufenland mit seinen Randgebirgen und dem Oberrheinischen Tiefland



Fläche:

901 km²



Beschreibung:

Das Grabfeld ist ein niedriges, schwach reliefiertes, waldarmes Plattenland auf einer Höhe zwischen 250 bis 400 m ü. NN, eine Ausnahme bilden die Gleichberge mit einer maximalen Höhe 679 m ü. NN. Der Untergrund wird von Muschelkalk, Letten- und Gipskeuper aufgebaut und ist großflächig mit Löß überdeckt. Eine größere Anzahl von Basaltkuppen (Gleichberge, Höhberg) bildet bewaldete Kuppen und durchragt vereinzelt die Keuperplatten. Die Muschelkalkbereiche sind zumeist bewaldet, während die Lettenkeuperbereiche ackerbaulich genutzt werden und im Bereich des Gipskeupers im Westen die Schafhutung vorherrscht. Im nördlichen Teil hat sich ein ein dichtes Gewässernetz mit Sohlentälern und steilen Hängen etwa 180 m in die Landschaft eingetieft, dessen Entwässerung zur Werra hin stattfindet. Bei den Waldvorkommen handelt es sich meist um Nadelwald. Der östliche und südliche Teil der Landschaft ist von flachen Muldentälern durchzogen die zum Main entwässern und deren Talauen überwiegend mit Dauerwiesen besetzt sind. In den bewaldeten Bereichen ist Mittelwald mit Hainbuche, Eiche, Linde und Espe vorherrschend.
Die hauptsächliche Nutzung besteht heute im Ackerbau. Aufgrund des Einflusses des mainfränkisch sommerwarmen trockenen Klimas war in diesem Gebietes früher Weinbau weit verbreitet. Im Gebiet der Gleichberge wird Basalt abgebaut.
Durch das relativ trockene Klima befinden sich in diesem Gebiet Reste von Eichen-Hainbuchenwäldern, kleinflächig auch Halbtrockenrasen. Vor allem auf Lössboden sind in dem stark ackerbaulich genutzten Gebiet noch überwiegend Brachstreifen und Magerrasen vorhanden. Der Waldbestand der Gleichberge besteht überwiegend noch aus natürlichen Laubwäldern. In der Landschaft liegen eine große Zahl zum Teil größerer Schutzgebiete, deren Flächenanteil insgesamt jedoch nur ca. 10% erreicht. Außerhalb der Schutzgebiete liegen weitere naturschutzfachlich wertvolle Flächen, die als Kernbereiche des Nationalen Biotopverbundes eingestuft wurden.



Schutzgebietsanteile
(% Gesamtlandschaftsfläche, Stand 2010)