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Landschaftssteckbrief

34700 Amöneburger Becken


Landschaftstyp:

4.2 Ackergeprägte offene Kulturlandschaft



Großlandschaft:

Deutsche Mittelgebirgsschwelle



Fläche:

136 km²



Beschreibung:

Das Amöneburger Becken zeichnet sich durch eine ausgedehnte, wenig reliefierte Becken- und Senkenlage auf einer Höhe von 200 bis 260 m ü. NN aus. Zusammen mit der Alsfelder Mulde und dem Großenlüder Lauterbacher Graben gehört das Amöneburger Becken durch die günstige natürliche Ausstattung mit warmen, mildem Beckenklima (600 mm/a, 8 °C) im Lee am Ostrand des Rheinischen Schiefergebirges und Lössböden mit einem hohen Ertragspotenzial zu den intensiv landwirtschaftlich genutzten Altsiedellandschaften, wodurch die natürliche Vegetation stark zurückgedrängt wurde. Geologisch bestimmen Buntsandstein und Basalt mit tertiären Lockersedimenten den Untergrund.
Der Wald ist randlich verteilt und wird forstwirtschaftlich genutzt. Das Grünland zieht sich bandförmig an Gewässern entlang, während das Ackerland massiert verteilt ist. Typisch sind große, strukturarme Schläge.
Charakteristisch im Süden sind die Feldgehölze an Hängen, Wegen und Feldrainen sowie an Gewässerläufen. In den flurbereinigten Gebieten ist eine gliedernde Struktur vorhanden. Größtes Schutzgebiet in der Landschaft ist das EU-Vogelschutzgebiet "Amöneburger Becken". Ein FFH-Gebiet, in Teilen gleichzeitig auch NSG, ist die "Amöneburg". Ein weiteres, ebenfalls größeres FFH-Gebiet im Osten ist das "Schweinsberger Moor". Es sind weitere vier mittelgroße Gebiete als NSG ausgewiesen, die sich in der Landschaft verteilen.



Schutzgebietsanteile
(% Gesamtlandschaftsfläche, Stand 2010)
FFH-Gebiete 3,13 %
Vogelschutzgebiete 9,59 %
Naturschutzgebiete 1,21 %
Nationalparke 0 %
sonst. Schutzgebiete 0 %
Effektiver Schutzgebietsanteil 11,65 %


Abgrenzung der Landschaft 'Amöneburger Becken' (34700)

Abgrenzung der Landschaft "Amöneburger Becken" (34700)
Kartengrundlage: (c) GeoBasis-DE / BKG 2007


Vorschläge für Ergänzungen oder Korrekturen zur vorliegenden Landschaftsbeschreibung bitten wir uns mitzuteilen.
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Letzte Änderung: 01.03.2012

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