Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Landschaftssteckbrief

39100 Mittlerer Thüringer Wald


Landschaftstyp:

2.1 Reine Waldlandschaft



Großlandschaft:

Deutsche Mittelgebirgsschwelle



Fläche:

836 km²



Beschreibung:

Mit einer Höhe von 400 bis 982 m ü. NN ist der "Mittlere Thüringer Wald", der sich zwischen Schleusingen im Süden, Gehren im Osten und Bad Liebenstein im Westen erstreckt, der höchste Teil des gesamten Thüringer Waldes. Die Grenze zur Landschaft "Nordwestlicher Thüringer Wald" verläuft nordwestlich von Ruhla. Die stark zertalte Landschaft ist überwiegend bewaldet, vereinzelt treten kleinere Rodungsinseln in den von Fichten dominierten Forsten auf.
Der größere Teil der Landschaft wird forstlich genutzt. Überwiegend nehmen Rinderweiden die verbleibenden landwirtschaftlichen Flächen ein.
Als potenziell natürliche Vegetation gelten im Mittleren Thüringer Wald hochmontaner Fichtenwald, überwiegend Wollreitgras-Fichtenwald, montaner Hainsimsen-Buchenwald und Heidelbeer-Tannenmischwald im Komplex mit Hainsimsen-Buchenwald (mit Tanne und Fichte), außerdem montane artenreiche Buchenwälder (Zahnwurz-, Waldgersten-Buchenwald). In den Höhenlagen finden sich vereinzelt Hochmoore. Schützenswert ist das hier vorkommende Gebirgsgrasland (Goldhaferwiesen, Borstgrasrasen). Das Biosphärenreservat "Vessertal-Thüringer Wald" hat internationale Bedeutung für den Schutz von Arten und Lebensräumen. Größtes Schutzgebiet in der Landschaft ist das EU-Vogelschutzgebiet "Mittlerer Thüringer Wald". Daneben gibt es viele kleinere FFH -Gebiete. Vorranggebiete sind im Bereich Ruhla und Großer Inselberg ausgewiesen. Biotopverbundstrukturen liegen entlang von Fluss- und Bachauen. Außerhalb der bestehenden Schutzgebiete wurden weitere Flächen als national bedeutsam für den bundesweiten Biotopverbund erfasst.



Schutzgebietsanteile
(% Gesamtlandschaftsfläche, Stand 2010)
FFH -Gebiete 17,36 %
Vogelschutzgebiete 24,