Bundesamt für Naturschutz

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Internationale Aktivitäten des Meeresnaturschutzes


Internationale Übereinkommen mit Bezug zu den Meeren blicken auf eine jahrzehntelange Geschichte zurück. Die ersten naturschutzrelevanten Abkommen zielten aber v. a. auf die Regelung der internationalen Zusammenarbeit bei der Nutzung mariner Ressourcen wie zum Beispiel das Internationale Walfangübereinkommen (ICRW, 1946) oder das Übereinkommen zur Erhaltung der antarktischen Robben (CCAS, 1972). Das Internationale Seerechtsübereinkommen (UNCLOS, 1982) der Vereinten Nationen regelt umfassender die Nutzung der Meere und schließt belebte und unbelebte Ressourcen (zum Beispiel Bodenschätze) ein  www.un.org. Darüber hinaus sollen aber auch Nichtzielarten geschützt und die Verschmutzungen der Meeresumwelt verhindert werden.

Internationale Meeresschutz-übereinkommen

Grafik: Rechtliche und politische Rahmenbedingungen des Meeresnaturschutzes

Grafik: Rechtliche und politische Rahmenbedingungen des Meeresnaturschutzes (Stand 01.2014)
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Die zunehmende Verschmutzung der Meere führte zu verschiedenen internationalen Meeresschutzübereinkommen mit teils weltweitem, teils regionalem Gültigkeitsbereich, die aber jeweils nur die Einbringung von Schad- und Nährstoffen oder Verschmutzung durch zum Beispiel Öl betrafen:


  • das London-Übereinkommen (1972) zur Verhinderung der Meeresverschmutzung durch Einbringung von Abfall und anderen Stoffen  www.imo.org.
  • das Oslo-Paris-Übereinkommen (1972 bzw. 1974) zum Schutz der Meeresumwelt des Nordost-Atlantiks
     www.ospar.org.
  • das Helsinki-Übereinkommen (1974) Schutz der Meeresumwelt der Ostsee  www.helcom.fi.

Naturschutz im engeren Sinne war nicht Teil dieser Abkommen. Aus der Erkenntnis heraus, dass ein rein technisch ausgerichteter Umweltschutz nicht ausreichend gewährleisten kann, marine Arten und Lebensräume zu erhalten, wurden u.a. die für die deutschen Meere wichtigen Umweltschutzabkommen, OSPAR-Konvention und die Helsinki-Konvention um Naturschutzinhalte erweitert (1998 bzw. 1992).

Einige internationale, nicht allein auf die Meere abzielende Naturschutzabkommen betreffen auch einzelne marine Arten, wie zum Beispiel die EU-Vogelschutzrichtlinie, die Seevögel wie Seetaucher einschließt, oder die FFH -Richtline (1992), nach der u.a. Kleinwale und Robben zu schützen sind. Die 1979 in Bonn unterzeichnete UN-Konvention zum Schutz wandernder Wildtiere (CMS  www.cms.int) hat mit zwei ihrer Unterabkommen direkten Meeresbezug:



Das weltweite CBD -Übereinkommen über die Biologische Vielfalt ( CBD ) von 1992 schließt mit seinen allumfassenden Zielen zum Schutz der biologischen Vielfalt und zu deren ökologisch nachhaltigen Nutzung auch die biologische Vielfalt der Meere ein  www.cbd.int.