Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Konzeptioneller Hintergrund

Bei einer Gliederung des Vogelmonitorings nach dem jeweiligen Anwendungszweck lassen sich das artenschutzbezogene Monitoring (Monitoring für den Artenschutz) und das indikatorische Monitoring (Monitoring für den Schutz des Naturhaushaltes mit Hilfe tierökologischer Indikatoren) unterscheiden. Die weitere Unterteilung dieser beiden Beobachtungsbereiche in Module ermöglicht einen schrittweisen Aufbau des Vogelmonitorings.

Ziel des artenschutzbezogenen Monitorings ist es, die notwendigen Angaben bezüglich Vogelarten für die Umsetzung europäischer und internationaler Richtlinien und Konventionen (z. B. Vogelschutzrichtlinie, Ramsar-Konvention, Afrika-Eurasisches Wasservogelabkommen) zu beschaffen und die jeweiligen Berichtspflichten zu erfüllen.

Aufgabe des indikatorischen Monitorings ist es, mit Hilfe von Arten, ökologischen Gilden oder Artengruppen Aussagen zu ermöglichen, die Zustand und Veränderungen von Natur und Landschaft stellvertretend darstellen können. Damit sollen die notwendigen Grundlagen zur Überprüfung einer Nachhaltigkeit der Bundespolitik (Nachhaltigkeitsindikatoren der Bundesregierung, Wirkungen anderer Politikbereiche auf Natur und Landschaft) erstellt und die Naturschutzinstrumente (z. B. Gesetze, Richtlinien) auch einer Wirkungskontrolle unterzogen werden. Für eine politikorientierte Analyse einzelner Nutzungsfaktoren ist es erforderlich, die Veränderungen von Natur und Landschaft differenziert nach verschiedenen Bereiche