Marsilea quadrifolia L.
Kleefarn
5-50 cm großes Kleefarngewächs
EU-Code: 1428, Anh. II, IV
Rote Liste Status (D) 0
Verbreitung
Die Vorkommen der Art sind auf Eurasien beschränkt. In Deutschland gibt es nur ein einziges natürliches Vorkommen (Kreis Karlsruhe). Die häufig kultivierte Art besiedelt überflutete oder periodisch trockenfallende, nicht oder nur gering bewachsene Standorte und kommt an schlammigen Gewässerufern und nassen vegetationsarmen Stellen in Feuchtweiden vor.
Fortpflanzung/Biologie
Die Art vermehrt sich in erster Linie durch bewurzelte Triebe. Sie lösen sich von der Mutterpflanze und werden so zu selbstständigen Pflanzen. Nach dem Trockenfallen der Wuchsorte werden sogen. Sporokarpien gebildet, die unter trockenen Verhältnissen und bei Sauerstoffabschluss jahrzehntelang im Boden lebensfähig bleiben können.
Gefährdung
Hauptgefährdungsfaktoren für die Art sind die Nährstoffanreicherung der Gewässer, die intensive Nutzung der angrenzenden Flächen und das Zuwachsen der Standorte nach Nutzungsaufgabe. Viele alte Standorte sind durch wasserbauliche Maßnahmen zerstört worden.
Schutz
Bestehende Vorkommen sind dringend auf Pflegemaßnahmen angewiesen. Hier müssen vor allem die Sukzession gestoppt und konkurrierende Pflanzenarten zurückgedrängt werden. An alten Fundstellen, die für die Art geeignete Lebensbedingungen bieten könnten sollte versucht werden, durch Bodenverwundungen einen möglichen Sporenvorrat im Boden zu aktivieren.
Literaturhinweis
verändert nach:
Hauke, U. (2003): Marsilea quadrifolia L. In: Petersen, B., Ellwanger, G., Biewald, G., Hauke, U., Ludwig, G., Pretscher, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 1: Pflanzen und Wirbellose. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(1): 147-151.

