Braungrüner Strichfarn
Braungrüner Strichfarn
stark gefährdetes Streifenfarngewächs
EU-Code: 4066, Anh. II, IV
Rote Liste Status (D) 2
Verbreitung
Die Vorkommen der Art sind mit Ausnahme eines völlig isolierten Vorkommens in Westkanada auf Europa beschränkt und dort disjunkt verbreitet. Die aktuellen Vorkommen in Deutschland befinden sich in Sachsen und Bayern. Die Art besiedelt hier halbschattige und luftfeuchte, Serpentin enthaltende Felsen und Geröll.
Fortpflanzung/Biologie
Die Vermehrung des Braungrünen Streifenfarns erfolgt über Sporen, die im Sommer (Juli - August) reifen. Sie besitzen eine hohe Keimfähigkeit. Die vegetative Vermehrung spielt keine Rolle. Im Frühjahr treiben die Fiederblätter und im Anschluß daran die Sporenblätter.
Gefährdung
Die Art ist an Serpentin gebunden und nicht in der Lage auf Ersatzbiotope auszuweichen. Daher ist sie durch die Ausweitung von Steinbrüchen hochgradig gefährdet. Hauptgefährdungsursache ist neben dem Verlust der Standorte die Konkurrenz durch andere Arten (Ruderalarten, Gehölze), die durch den Eintrag von Nährstoffen aus der Luft gefördert werden.
Schutz
Neben der vollständigen Erhaltung der bestehenden Wuchsorte sollten individuenreiche Vorkommen als Schutzgebiete ausgewiesen werden. Förderlich scheint auch eine extensive Beweidung zur Verminderung der Konkurrenz durch andere Pflanzenarten zu sein. Zur Sicherung der genetischen Vielfalt dieser Art sind Erhaltungskulturen angelegt worden.
Literaturhinweis
verändert nach:
Balzer, S. (2005): Asplenium adulterinum Milde. In: Petersen, B. und Ellwanger, G. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 3: Arten der EU-Osterweiterung. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(3): 29-36.

