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Tayloria rudolphiana (Garov.) B. & S.


Rudolphs Trompetenmoos

rasenbildendes Laubmoos

EU-Code: 1399, Anh. II

Rote Liste Status (D) 2


Verbreitung

In Europa kommt die Art nur in einem eng begrenzten Gebiet in den Alpen vor. In Deutschland ist sie lediglich aus den schwäbisch-bayerischen Voralpen und den Kalkalpen bekannt. Sie besiedelt konkurrenzarme, z. B. durch Tierexkremente stickstoffreiche Mikrohabitate auf morschem Holz und ist an die Borke von Berg-Ahorn und Buche gebunden.


Fortpflanzung/Biologie

Die Art ist einhäusig und verbreitet ihre Sporen an den bekannten Fundorten im August. Über ihre Lebensdauer und Fortpflanzungsstrategie ist bislang wenig bekannt.


Gefährdung

Aufgrund ihrer hohen Spezialisierung und Bindung an bestimmte Mikrohabitate kann die Art als relativ empfindlich gegenüber forstlichen Eingriffen in Waldökosysteme, insbesondere die flächige Entnahme von Altbäumen bei Buche und Ahorn gelten. Durch Luftverunreinigungen könnten konkurrierende Arten auf den Trägerbäumen gefördert werden.


Schutz

An erster Stelle ist die Sicherung bekannter Lokalitäten zu nennen. Die forstliche Nutzung ist so anzupassen, dass Altbäume von Buche und Berg-Ahorn in ausreichender Zahl über die Hiebreife hinaus erhalten bleiben. Die Gebiete sollten groß genug angelegt werden (> 50 ha), damit die Art immer ausreichend Besiedlungsmöglichkeiten hat.


Literaturhinweis

verändert nach:
Weddeling, K. und Ludwig, G. (2003): Tayloria rudolphiana (Garov.) B. und S. In: Petersen, B., Ellwanger, G., Biewald, G., Hauke, U., Ludwig, G., Pretscher, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 1: Pflanzen und Wirbellose. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag)- Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(1): 318-322.

Letzte Änderung: 04.04.2008

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