Bundesamt für Naturschutz

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Sandbänke mit nur schwacher ständiger Überspülung durch Meerwasser

NATURA 2000-Code: 1110

Definition

Sandbänke sind Erhebungen des Meeresgrundes im Sublitoral, die bis dicht unter die Meeresoberfläche reichen können, aber bei Niedrigwasser nicht frei fallen. Sie sind vegetationsfrei oder haben eine spärliche Makrophytenvegetation (z. B. aus  Algen und Seegräsern).


Beschreibung


Sandbank

Der Lebensraumtyp umfasst ständig von Meerwasser überspülte Sandbänke der Nord- und Ostsee ohne oder mit nur spärlicher Vegetation von Wasserpflanzen und Algen. Sie liegen überwiegend im Flachwasser, können aber auch bis in tiefere Bereiche reichen. Die spezifische  sandbewohnende Fauna wird u. a. von Wasservögeln und von Fischen als Nahrung genutzt. 


Verbreitung

Der Lebensraumtyp kommt europaweit in allen flachen Meeresgebieten küstennah bis in die offene See vor. In Nord- und Ostsee liegen ausgedehnte  Vorkommen z. B. auf der Oderbank in der Ostsee und auf der Amrum-Außenbank in der Nordsee. Ein Beispiel für küstenferne Sandbänke ist die Doggerbank grenzübergreifend zu britischen und niederländischen Gewässern. 


Gefährdung

Gefährdungen gehen von der fischereilichen Nutzung, z. B. Grundnetzfischerei, Sandabbau und Schifffahrt aus. Auch der Schadstoffeintrag z. B. durch Ölförderung und der Nährstoffeintrag über Einleitungen und Nährstofffracht der Flüsse gefährden den Lebensraumtyp.


Schutz

In den küs