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Canis lupus, Linnaeus 1758

Wolf

in Rudeln lebendes, hundeartiges Säugetier

EU-Code: 1352*, Anh. II, IV, V

Rote Liste Status (D) 0   


Verbreitung

Die Art ist ursprünglich in der gesamten Paläarktis (außer Nordafrika), Arab. Halbinsel, großen Teilen des ind. Subkontinents und Nordamerika verbreitet. Heute ist sie in großen Teilen dieses Areals ausgestorben. In Deutschland wandern einzelne Wölfe nach Ostdeutschland ein. Derzeit nur ein festes Vorkommen in der Oberlausitz.


Fortpflanzung/Biologie

Der Wolf ist mit 10 Monaten geschlechtsreif. Die Fortpflanzung erfolgt jedoch i. d. R. nach dem 22. Lebensmonat. Die Weibchen sind 62-63 Tage trächtig und säugen ihre Jungen ca. 6 Wochen. I. d. R. hat jedes Rudel einen Wurf, manchmal werden auch 2-3 Würfe in einem Rudel gleichzeitig aufgezogen. Alle Rudelmitglieder beteiligen sich an der Jungenfürsorge.


Gefährdung

Hauptfeind des Wolfes ist der Mensch, insbesondere durch Bejagung, aber auch durch die Zersiedlung der Landschaft und den Straßenverkehr.


Schutz

Eine breite Akzeptanz des Wolfes in der Bevölkerung ist der Schlüsselfaktor für die Erhaltung der Art, damit Abschüsse vermieden und gelegentliche Verluste beim Weidevieh hingenommen und entschädigt werden. Zuwanderungsmöglichkeiten insbesondere von Polen her müssen erhalten werden. Wolfsmanagement mit umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit ist unumgänglich.


Literaturhinweis

verändert nach:
Kluth, G. und Boye, P. (2004): Canis lupus Linnaeus, 1758. In: Petersen, B., Ellwanger, G., Bless, R., Boye, P., Schröder, E., und Ssymank, A. (Bearb.): Das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000. Ökologie und Verbreitung von Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. Band 2: Wirbeltiere. - Bonn-Bad Godesberg (Landwirtschaftsverlag) - Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 69(2): 358-365.

Letzte Änderung: 04.04.2008

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