Bundesamt für Naturschutz

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Erprobung integrativer Handlungsempfehlungen zum Erhalt einer artenreichen Agrarlandschaft unter besonderer Berücksichtigung der Vögel - Phase 2 (FKZ 03 MAP 086)

Laufzeit: Januar 2008 bis Dezember 2011

Das Vorhaben wurde seitens des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vergeben und wird von diesem finanziert. Die fachliche Betreuung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Ministerium durch das BfN FG II 3.3/KEN.

Die im Rahmen der Vorstudie entwickelten klaren ökologischen Ziele, einzelbetrieb­liche und betriebsübergreifende Naturentwicklungspläne für die landwirtschaftlich genutzte Region sowie ergebnisorientierte Förderansätze für die einzelnen Betriebe werden erprobt und überprüft.

Normative Zielwerte sollen angestrebt und deren Erreichbarkeit überprüft werden, das heißt es soll untersucht werden, inwieweit qualitative Zielmarken, die von mehreren Akteuren gemeinsam formuliert wurden, erreicht bzw. eingehalten werden können. Als qualitative Ziele können Bestandszahlen von Leit­arten wie zum Beispiel Rebhuhn, Ortolan, Feldlerche, Braunkehlchen, Kie­bitz, Bekassine etc. festgelegt werden.

Ein weiteres Ziel ist die Vernetzung der Lebensräume, so dass die Wildtiere die ganze Kul­turlandschaft nutzen können. Untersuchungen aus England, der Schweiz und Österreich zeigten, dass durch ökologische Leistungen auf rund 10% der Ackerflächen bereits eine wild­tierfreundliche Produktion möglich ist. Dazu ist die Schaffung von Landschaftselementen, wie Hecken, Alleen und Wegrainen erforderlich, aber auch die Förderung einer kleinräumigen, extensiven landwirtschaftlichen Nutzung beispielsweise durch die Anlage von Bunt- und Rotationsbrachen oder Feldlerchenfenstern.

Die evaluierten Handlungsempfehlungen für die verschieden strukturierten Modellregionen Norddeutschlands sollen Betreibern von Biogasanlagen, Vertretern von Genehmigungsbehörden sowie verant­wortlichen Politikern helfen, ein konfliktarmes Miteinander vom Anbau Nach­wachsender Rohstoffe und dem Erhalt einer reich strukturierten Agrarlandschaft zu ermöglichen, die sowohl eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung findet als auch die Markteinführung der Bioenergie unterstützt.

Letzte Änderung: 05.09.2011

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