Bundesamt für Naturschutz

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Erneuerbare Energien und Naturschutz


Grundlagen

Derzeit erfolgt die Energieerzeugung in Deutschland hauptsächlich auf Basis der Energieträger Erdöl, Erdgas, Kohle und Kernkraft. Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil der Erneuerbaren Energien bei der zukünftigen Energiebereitstellung deutlich auszubauen. Dafür gibt es zahlreiche Gründe, wie insbesondere die Umsetzung internationaler und nationaler Klimaschutzziele, die langfristige Sicherung der Energieversorgung angesichts absehbarer knapper fossiler Ressourcen sowie einer Verringerung der Importabhängigkeit. Neben der Energieein-sparung und der Effizienzsteigerung in allen Bereichen der Energieversorgung soll der Anteil der Erneuerbaren Energien im Strom-, Wärme- und Kraftstoffbereich deutlich erhöht werden.

Auch die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege lassen sich langfristig nicht ohne einen wirksamen Klimaschutz verwirklichen. Neben dem Klimaschutz können sich durch die Erzeugung und Nutzung von Erneuerbaren Energien weitere positive, jedoch auch negative Effekte für Natur und Landschaft ergeben. Um diese Effekte im Sinne des Naturschutzes und der Landschaftspflege möglichst vollständig zu ermitteln, analysiert das  Kompetenzzentrum für Erneuerbare Energien und Naturschutz die jeweiligen Synergien und Auswirkungen der einzelnen Energieträger. Entsprechende Erkenntnisse sollen dazu beitragen, den Ausbau der Erneuerbaren Energien naturverträglicher zu gestalten. Sie fließen über Beratungsleistungen z.B. in Gesetzgebungsverfahren und in die Praxisanwendung ein.

Roggenacker mit Kornblumen im Bildvordergrung, Heuballen im Bildhintergrund

 

Biomasse

Vom Anteil der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch entfallen heute und den Prognosen zufolge auch bis 2020 rund zwei Drittel auf die Bioenergie. Diese wird aus Biomasse hergestellt, die aus Pflanzen, Pflanzenteilen sowie Bioabfällen gewonnen werden kann.
 Biomasse

Aufgeständerte Solarmodule einer Solarfreiflächenanlage

 

Solarenergie

Die von der Sonne bereitgestellte Energie kann auf zwei Arten zur Energiegewinnung und -nutzung vom Menschen in Anspruch genommen werden. Mit Hilfe der Fotovoltaik kann Strom, durch so genannte Sonnenkollektoren Wärme erzeugt werden.
 Solarenergie

Staubereiche einer Wasserkraftanlage mit Krafthaus im Bildhintergrund

 

Wasserkraft

Die Wasserkraft ist neben der Windkraft die älteste, vom Menschen genutzte Energiequelle. Wurde diese früher vor allem zum direkten Antrieb von Maschinen genutzt, kommt die Wasserkraft seit etwas mehr als hundert Jahren bei der Stromerzeugung mittels Turbinen und Generatoren zum Einsatz.

 Wasserkraft

Windpark hinter einer Baumreihe

 

Windkraft Onshore

Die Windkraft hat den höchsten Anteil unter den erneuerbaren Energieträgern zur Stromversorgung. Die Stromerzeugung erfolgt derzeit überwiegend durch Windenergieanlagen (WEA) an Land.

 Windkraft Onshore

Küstenlinie mit küstennahen Offshore-Windkraftanlagen

 

Windkraft Offshore

Im Bereich der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) bestehen seit dem Sommer 2009 die ersten Windenergieanlagen. Ebenso gibt es vereinzelte Pilotanlagen in Küstennähe (Nearshore). In Deutschland werden für diese neue Technologie Ausbaupotentiale von rund 140 TWh/a bis zum Jahre 2050 prognostiziert.

 Windkraft Offshore

KEN - Kompetenzzentrum für Erneuerbare Energien und Naturschutz im BfN

 Zu den Aufgaben und Ansprechpartnern des Kompetenzzentrums

Tagungsdokumentation

 Workshop "Regionale Steuerungsmöglichkeiten bei Erneuerbaren Energien" vom 18. bis 20.11. 2009 auf der Insel Vilm

Veröffentlichungen

Publikationen des BfN zum Thema Erneuerbare Energien und Naturschutz

 Zu den Veröffentlichungen