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Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt im Naturschutz"

Laufzeit:

09/2006 - 02/2008



Problemstellung und Ziele

neuesstadtgruen

Seit vielen Jahren nimmt die Zahl der vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten zu. Die Ursachen dafür sind vielfältig und oft vom Menschen verursacht. Die Zerschneidung von Lebensräumen durch Verkehrswege oder Siedlungen erzeugt Wanderungsbarrieren und führt zur Isolation von Tierbeständen. Auch Monokulturen im Wald und auf dem Feld lassen wenig Raum für Artenvielfalt. Dabei müssen sich Naturschutz und -nutzung nicht ausschließen. So lassen sich immer weitergehende Flächenversiegelungen bewusst vermeiden und Verbindungen zwischen Biotopen neu herstellen. Mit der Verbreitung des ökologischen Landbaus und einer ökologisch orientierten Forstwirtschaft werden wieder zunehmend Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten geschaffen. Um auch langfristig die biologische Vielfalt und damit unsere Lebensgrundlage erhalten sowie auch in Zukunft Natur und Landschaft erleben und genießen zu können, bedarf es umfangreicher Bemühungen im Naturschutz auch in den Kommunen.

Immer mehr artenreiche Lebensräume entstehen, die selbst scheue Tierarten anziehen. In Parks dürfen sich Wiesen und Gehölzflächen wieder naturnah entfalten. In vormals sterilen Grünanlagen zieht mehr Wildnis ein und erfreut die Menschen. Ein positiver Trend, den viele Kommunen in Deutschland seit langem aktiv unterstützen und vorantreiben, auch wenn die finanziellen Rahmenbedingungen schwierig sind. Dank guter Ideen, origineller Initiativen von Bürgern, Verbänden und den kommunalen Gremien spricht man wieder über die Natur direkt vor der Haustür und ist auch bereit dafür zu engagieren.

Um das Naturschutz-Engagement der Kommunen zu würdigen und vorbildliche Projekte bundesweit bekannt zu machen, hatte die Deutsche Umwelthilfe den Wettbewerb "Bundeshauptstadt im Naturschutz" ausgeschrieben. Bis zum 30. Juni 2007 waren alle Städte und Gemeinden in Deutschland aufgerufen, sich daran zu beteiligen.

Im Mittelpunkt des Fragenkatalogs stand das vielfältige Engagement der Kommunen für mehr Naturschutz. Zu den abgefragten Themenfeldern zählen:

  • Planungsinstrumente und Organisation
  • Kommunale Grünflächen
  • Schutzgebiete
  • Arten- und Biotopschutz
  • Gewässer
  • Land- und Forstwirtschaft
  • Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung
  • Kooperation

Bearbeiter:

Robert Spreter, Deutsche Umwelthilfe (DUH) Radolfzell


Ansprechpartner im BfN:

Torsten Wilke,  FG II 3.1


Letzte Änderung: 25.06.2007

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