Bundesamt für Naturschutz

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Rote-Liste-Autorentagung 2014

Ergebnisse der Rote-Liste-Autorentagung 2014

Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten auf Einladung des BfN vom 28.-30.11.2014 in Bonn über die Handhabbarkeit der Rote-Liste-Methodik und den bisherigen Erstellungsprozess der Roten Liste.

Die Roten Listen gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze dokumentieren die Bestandsent­wicklung in Deutschland vorkommender Arten und weisen dafür unterschiedliche Gefähr­dungsgrade aus. Grundlage sind Gesamtartenlisten der behandelten Artengruppen. Als allgemein anerkannte Fachgutachten bilden Rote Listen eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Politiker, Behörden und Planer. Sie werden etwa alle zehn Jahre unter Federführung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) zusammen mit mehr als 700 ehrenamtlichen Expertinnen und Experten erarbeitet. Die seit dem Jahr 2009 veröffentlichten bundesweiten Roten Listen wurden mit einer weiterentwickelten Methodik erstellt, die auch die Häufigkeit der Arten, den kurz- und langfristigen Bestandstrend sowie Risikofaktoren abbildet. Nachdem die Hälfte der geplanten Bände erschienen ist, wurde im Rahmen der Tagung Zwischenbilanz gezogen.

Teilnehmer der Rote-Liste-Autorentagung im BfN 2014
Teilnehmer der Rote-Liste-Autorentagung im BfN 2014

Die Teilnehmenden kamen zu folgenden zentralen Ergebnissen:

  • Die weiterentwickelte Rote-Liste-Methodik hat sich in der Praxis bewährt und soll auch in Zukunft angewandt werden.
  • Gesamtartenlisten sind wesentlicher Bestandteil und zugleich Grundlage der Roten Listen und müssen fortgeschrieben werden.
  • Ehrenamtliches Engagement ist für die Roten Listen weiterhin unverzichtbar, und das Ehrenamt ist auch bereit hierbei weiter mitzuwirken. Dies muss aber durch angemessene staatliche Unterstützung abgesichert werden.
  • Weil u.a. die Koordinationsarbeit der Rote-Liste-Autorinnen und -Autoren Expertennetzwerke und deren Wissen bündelt, muss diese Arbeit dauerhaft finanziert werden.
  • Eine stärkere Vernetzung der Rote-Liste-Autorinnen und -Autoren ist sowohl innerhalb der Arbeitsgruppen als auch zwischen diesen erforderlich, um das Wissensmanagement zu verbessern.

Die teilnehmenden Autorinnen und Autoren der Roten Listen haben während der Tagung ein Memorandum verabschiedet, das sich insbesondere an die Umwelt-, Forschungs- und Kultusministerien der Länder und des Bundes richtet. Das Memorandum finden Sie zum Download unter  "Memorandum zur Rote-Liste-Autorentagung 2014".

Letzte Änderung: 04.02.2015

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