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Rote Listen gefährdeter Biotoptypen, Tier- und Pflanzenarten sowie der Pflanzengesellschaften


Rote Listen sind Verzeichnisse ausgestorbener, verschollener und gefährdeter Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, Pflanzengesellschaften sowie Biotoptypen und Biotopkomplexe.

Sie sind wissenschaftliche Fachgutachten, in denen der Gefährdungsstatus für einen bestimmten Bezugsraum dargestellt ist. Sie bewerten die Gefährdung anhand der Bestandsgröße und der Bestandsentwicklung

Rote Listen...

  • dienen der Information der Öffentlichkeit über die Gefährdungssituation der Arten und Biotope
  • sind als ständig verfügbares Gutachten Argumentationshilfe für raum- und umweltrelevante Planungen
  • zeigen Handlungsbedarf im Naturschutz auf
  • erhöhen den politischen Stellenwert des Naturschutzes
  • sind Datenquelle für gesetzgeberische Maßnahmen und internationale Rote Listen
  • dienen der Koordination des internationalen Naturschutzes
  • dienen der Überprüfung des Erfüllungsgrades der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt und
  • zeigen weiteren Forschungsbedarf auf

Rote Listen werden in der Regel von den Naturschutzverwaltungen erarbeitet bzw. herausgegeben.

In Deutschland sind vor allem die Roten Listen des Bundes und der Bundesländer von Bedeutung.

Rote Listen gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands, Ausgabe 2009 ff.

Die Roten Listen gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands werden derzeit aktualisiert. Zusätzlich zu den Druckwerken werden   wichtige Daten der Roten Listen als ZIP-Datei für eine EDV-technische Nutzung zugänglich gemacht:

Rote-Liste-Kategorien, Kriterienklassen und besonders bedeutsame Zusatzinformationen für alle behandelten Taxa. Eine kurze technische Einführung enthält die mitgelieferte Datei liesmich.rtf.

Weitergehende Informationen, beispielsweise zur Referenz der Checklisten mit den etablierten Arten, zu den Datengrundlagen der Gefährdungsanalyse u.a. sind zum genauen Verständnis dieser Angaben unerlässlich. Dazu verweisen wir auf die u.a. Veröffentlichungen sowie die  Methodik der Gefährdungsanalyse.

Bisher sind folgende Bände erschienen:

 Band 1: Wirbeltiere sowie  Auswertung des Bandes 1

 Band 2: Meeresorganismen

 Band 3: Wirbellose Tiere (Teil 1)

 Band 6: Pilze (Teil 2) – Flechten und Myxomyzeten

Die Fortschreibung der Roten Listen: eine Herausforderung für die Zukunft

Um die Faktoren zu analysieren, welche die Effektivität des Erstellungsprozesses für Rote Listen beeinflussen, hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) im Rahmen des Projektes "Erstellung der Roten Listen 2020 – Vorbereitungsphase (2011-2015)" eine detaillierte Potential,- Struktur- und Bedarfsanalyse bei der Freien Universität Berlin in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse dieser aktuellen Studie sollen als Basis dienen, um den Rote-Liste-Erstellungsprozess zu optimieren und Ansätze zu entwickeln, wie die erkannten Defizite behoben werden können.

 Studie zur Fortschreibung der Roten Listen

Ein gestiegener Bedarf an Zusatzinformationen und die weiterhin bestehende negative Gefährdungssituation von Arten und Ökosystemen sowie die Erfüllung nationaler Verpflichtungen aus internationalen Vereinbarungen ( z.B. FFH -Richtlinie, Rio-Konvention, Ramsar-Konvention, Bonner Konvention) machen die Fortschreibung der Roten Liste erforderlich.

 zur Weiterentwicklung Rote Liste

Die Rote Liste gefährdeter Tiere Deutschlands von 1998 beinhaltet Rote Listen zu allen Wirbeltieren und zu ausgewählten Gruppen der Wirbellosen. Insgesamt sind von ca. 45.000 heimischen Tierarten mehr als 16.000 Arten (35 %) hinsichtlich ihrer Gefährdung bewertet worden (siehe  Methodik der Roten Listen).

Im Oktober 2009 wurde Band 1 (Wirbeltiere) der aktualisierten Roten Liste der Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands vom BfN als Nr. 70 (1) der Schriftenreihe Naturschutz und Biologische Vielfalt publiziert. Insgesamt sind sieben Bände vorgesehen. Die fortentwickelte Methodik (siehe  Weiterentwicklung RL) wurde dabei angewandt.

 zu den Roten Listen Tiere

Für die Roten Listen der Pflanzen wurden von den etwa 28.000 in Deutschland beheimateten Arten 13.907 Arten (knapp 50%) auf ihre Gefährdung hin untersucht und bewertet (siehe  Methodik der Roten Listen).

 zu den Roten Listen Pflanzen

Die Rote Liste der Pflanzengesellschaften Deutschlands (RENNWALD 2000) wurde auf Grundlage des Gesamtverzeichnisses der in Deutschland vorkommenden Pflanzengesellschaften erstellt, das 788 Assoziationen bzw. Gesellschaften umfasst. In dieser Roten Liste sind sämtliche Gesellschaften einschließlich der nicht gefährdeten aufgeführt.

 zu den Roten Listen Pflanzengesellschaften

Insgesamt lassen sich in Deutschland etwa 690 Lebensraumtypen unterscheiden (ohne rein technische Biotope, wie Straßen, Gebäude, Deponieflächen). Über zwei Drittel (72 %) aller vorkommenden Biotoptypen sind in Deutschland als gefährdet eingestuft.

 zu den Roten Listen Biotope

Informationen zur Erfassung der Datengrundlage und der Analyse des Gefährdungsgrades.

 zur Methodik

Vom BfN herausgegebene Publikationen mit Bestellhinweisen sowie weitere Veröffentlichungen zum Thema.

 zu den Veröffentlichungen

Linktipps

 IUCN Red List

Letzte Änderung: 18.06.2014

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