Bundesamt für Naturschutz

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Vilmer Veranstaltungsreihen

Ort:
Internationale Naturschutzakademie Vilm
D -18581 Putbus
 Hinweise zur Anreise
Info:
Frau Finger, Tel.: 038301-86-112, Fax: 038301-86-117,
 Martina.Finger@bfn-vilm.de


Reihe: Vilmer Expertentagungen

16. Sommerakademie "Natur(schutz) und Musik"

11.07.2017 - 15.07.2017

Veranstalter:
Bundesamt für Naturschutz
Leitung:
Dr. Norbert Wiersbinski (BfN), Prof. Dr. Konrad Ott (Universität Kiel), Prof. Dr. Thomas Potthast (Universität Tübingen), Dr. Reinhard Piechocki (Kasnevitz auf Rügen), Dr. Lieske Voget-Kleschin (Universität Kiel), Dr. Simon Meisch (Universität Tübingen)
Teilnehmer:
Vertreter/innen von Naturschutzbehörden und -verbänden, Fachkräfte der Umweltbildung, ehrenamtliche Naturschützer/innen, Natur-, Sozial und Geisteswissen-schaftler/innen, Musikpädagog/inn/en und Musikschaffende, alle an der Thematik Interessierten

Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben; schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben, sich ausgeschmücket haben. Zahlreiche weltliche und geistliche Lieder verdanken Ihre Entstehung einer sehr engen Beziehung ihrer Schöpfer zur Natur. Paul Gerhards 1653 veröffentlichtes Gedicht "Geh aus mein Herz und suche Freud" preist die sommerliche Natur und bewundert ihre Schönheit. Es wurde zu einem Volkslied und weckt bis heute, bei denen die es hören oder singen, die Freude an der schönen, erhabenen, ja göttlichen Natur. Dieses Lied ist ein kleines Inventarverzeichnis zur Biodiversität und zählt in seinen 15 Strophen 8 Tier- und 11 Pflanzenarten sowie 13 Landschaftselemente auf. Nachdem die Sommerakademie 2015 die vielfältigen Bezüge zwischen Natur(schutz) und Literatur in den Mittelpunkt gestellt hatte, soll 2017 die Musik und ihre inspirierende Kraft einer genaueren Betrachtung unterzogen werden. Auch viele Komponisten sinfonischer Musik haben sich von der Natur und ihren vielfältigen Erscheinungen anregen lassen. Der Natur wird von Gustav Mahler eine grundlegende Bedeutung beigemessen: "Wir schöpfen all unsere fundamentalen Rhythmen und Themen aus der Natur." Mit Vogel- und Walgesang oder den vielen Tönen und Geräuschen bringt die Natur ihre eigene Musik hervor. Sinfonische Musik greift diese auf und kann musikalische Bilder von Natur und Landschaft entstehen lassen, die uns berühren und unsere Phantasie beflügeln. Sie können uns der Natur näher bringen. Die Alpensinfonie von Richard Strauss nimmt uns mit auf eine imaginäre Bergwanderung und beschreibt Wälder, Almen, Gletscher und Gipfel. In Beethovens Sinfonien hören wir neben Leidenschaft und Pathos in der 6. Sinfonie, der ‚ländlichen Pastorale', auch die zarte Schönheit der Naturbeschreibung mittels der Musik. Im ‚Sommernachtstraum' von Mendelssohn kommt das harmonische Spektrum der Natur zu Gehör. Seine ‚Hebriden-Ouvertüre' lässt die raue Schönheit der schottischen Inseln vor unseren Augen entstehen. Die Reihe ließe sich fortsetzen mit der Flusslandschaft in Smetanas "Moldau" oder mit Griegs ‚Morgenstimmung' aus "Peer Gynt". Zwischen Romantik und Rammstein, Ökomotiven in der Rock- und Popmusik sowie dem Natur- und Umweltschutz im politischen (Chor)Lied post 1968 wollen wir jedoch auch nach aktuellen Bezügen zur Natur und deren Vermittlung durch Musik Ausschau halten. Wir laden sie dazu ein, sich an unserer Spurensuche und der Diskussion der Vilmer Thesen zu beteiligen. Freuen dürfen sie sich außerdem auf unsere Zugabe zum Programm: "Natur(schutz) und Humor". 2017 verabschieden sich zwei langjährige Organisatoren der Vilmer Sommerakademien, Reinhard Piechocki und Norbert Wiersbinski, in den Ruhestand. Eine gute Gelegenheit, dies mit Heiterkeit und Humor zu tun.

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Letzte Änderung: 26.02.2017

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