Naturbewusstsein
Erfolgreiche und glaubwürdige Naturschutzpolitik benötigt valide Daten über Einstellungen, Wissen und Handeln der Bevölkerung in Bezug auf den Schutz der Natur und die Erhaltung der biologischen Vielfalt, kurz: Informationen zum Naturbewusstsein.
Zu diesem Zweck wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und des Bundesamtes für Naturschutz eine erste umfassende und repräsentative Erhebung durchgeführt. Seit Oktober 2010 liegt die
erste Naturbewusstseinsstudie als Veröffentlichung vor. Eine Bestellung gedruckter Exemplare ist per E-Mail unter der Adresse bmu@broschuerenversand.de möglich.
Die Befragung fand im Frühsommer 2009 statt. Ziel war es, Informationen über Art und Umfang des Naturbewusstseins in der Bevölkerung allgemein, über das Naturbewusstsein in Abhängigkeit von unterschiedlichen Lebensstiltypen sowie über die Akzeptanz für die Ziele der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt zu erfassen. Insgesamt nahmen 2015 Personen ab vollendetem 18. Lebensjahr aus der gesamten Bundesrepublik an der Studie teil.
Folgende Materialien stehen zum elektronischen Abruf bereit:
Broschüre Naturbewusstsein 2009
Kurzfassung Naturbewusstsein 2009
Wissenschaftlicher Abschlussbericht
Befragungsergebnisse differenziert nach soziodemographischen Merkmalen
Dialogforum Naturbewusstsein
Akteuren aus Politik, Wissenschaft und Praxis wurde am 23. und 24. August 2010 im Bundesamt für Naturschutz die Gelegenheit gegeben, diese neuen Ergebnisse im Dialogforum Naturbewusstsein gemeinsam zu reflektieren und Konsequenzen zu diskutieren. Informationen zu den Dialogforen im Rahmen der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt finden sie unter
www.biologischevielfalt.de. Die Dokumentation des Dialogforums Naturbewusstsein steht sowohl unter der genannten Adresse als auch
hier zum herunterladen bereit. Eine weiterführende Auseinandersetzung mit dem Thema erfolgte zudem vom 11. April bis zum 14. April 2011 an der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm des Bundesamtes für Naturschutz unter dem Tagungstitel
"Naturbewusstsein in Deutschland: Herausforderungen für Kommunikation und Bildung".
Weitere Bewusstseinsstudien
Neben der Naturbewusstseinsstudie und der im zweijährigen Turnus durchgeführten Umweltbewusstseinsstudie des BMU/UBA existieren weitere Umfragen vom BMU, von der Europäischen Kommission und weiteren Institutionen zum Themenfeld Natur und Umwelt. Nachfolgende Auswahl ist abrufbar unter:
BMU:
Umweltbewusstseinsstudie 2008 und 2006
Forsa Jugendumfrage Juni 2007 - „Artenvielfalt“
Forsa Umfrage Mai 2007 - „Biologische Vielfalt“
Europäische Kommission:
Spezial Eurobarometer 300, September 2008 - „Einstellung der europäischen Bürger zum Klimawandel“
Spezial Eurobarometer 295, März 2008 - „Einstellung der europäischen Bürger zur Umwelt“
Eurobarometer 69, Frühling 2008 - „Die öffentliche Meinung in der Europäischen Union“
Flash Eurobarometer 219, Dezember 2007 - „Attitudes of Europeans towards the issue of biodiversity“
Sonstige Institutionen:
Shell Jugendstudie 2010 - „Eine pragmatische Generation behauptet sich“
gfs.bern Studie - "Biodiversität 2009"
Bertelsmannstiftung 2009 - "Jugend und die Zukunft der Welt"
BioFrankfurt - PM 2008 "Biodiversität: Die Bekanntheit steigt - das Bewusstsein noch nicht"
BioFrankfurt - Biozahl 2007 „Biodiversität“
Shell Jugendstudie 2006 - „Eine pragmatische Generation unter Druck“
Deutsche Wildtierstiftung April 2006 - Forsa Umfrage „Naturwissen“


