Bundesamt für Naturschutz

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Tagungsdokumentation

Nachhaltige Lebensstile – welchen Beitrag kann ein bewussterer Fleischkonsum zu artgerechter Tierhaltung und gesunder Ernährung leisten?

26. bis 29. August 2013 am Bundesamt für Naturschutz-Internationale Naturschutzakademie Insel Vilm in Kooperation mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Professur für Ethik und Philosophie der Umwelt).

Informationen zur Tagung

Nachhaltige Lebensstile entstehen nicht auf dem Verordnungsweg oder von allein. Sie erfordern konkretes und bewusstes Handeln auf politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und privater Ebene. Als ein wichtiges Handlungsfeld ist der sehr hohe und noch immer wachsende Fleischkonsum in den Industrie- und Schwellen-ländern in den Fokus geraten. Dieser Konsum hat enorme Bedeutung für das Welternährungsproblem, die Art der Tierhaltung, den Klimaschutz, die Gesundheit und den Naturschutz. Er ist eine wichtige und zudem relativ leicht zu drehende Stellschraube für einen nachhaltigen, naturverträglichen Lebensstil.

Die dreiteilige Tagungsreihe thematisierte, welchen Beitrag ein bewussterer Fleischkonsum zu mehr Naturschutz, Klimaschutz und Gesundheit leisten kann. Die dritte Veranstaltung im Rahmen der Reihe beschäftigte sich mit der Frage Welchen Beitrag kann ein bewussterer Fleischkonsum zu artgerechter Tierhaltung und gesunder Ernährung leisten?

Innerhalb der Tagungen wurde ein Bogen gespannt von konkreten Fallbeispielen über normativ-theoretische Auseinandersetzungen mit Nachhaltigkeitsfragen bis hin zu einer Verbindung der beiden Elemente und konkreten Umsetzungsvorschlägen.

Neben Expertenreferaten ließ die Veranstaltung verhältnismäßig viel Raum für eine aktive Einbindung der Tagungsteilnehmerinnen. Denn für Lebensstile ist jede Expertin - mindestens für ihren eigenen.

In Abgrenzung zu moralisierenden Verzichtspredigten wollten wir ausloten, in wie fern ein bewussterer Fleischkonsum nicht nur dem Tier- und Naturschutz förderlich ist, sondern darüber hinaus mehr Lebensqualität und Genuss für die Verbraucherinnen bedeutet und somit echte Win-Win-Situationen möglich sind.

(Die verwendete weibliche Form schließt die männliche ein.)



Präsentationen

Nachhaltigkeit und nachhaltige Lebensstile

 Gesundheit - ein Thema für den Naturschutz!?
Norbert Wiersbinski, BfN 

 Nachhaltigkeit, Gesundheit, Fleischkonsum 
Simon Meisch, IZEW Uni Tübingen

Massentierhaltung

 Ökologische Aspekte der Massentierhaltung auf globaler und überregionaler Ebene
Markus Wolter, WWF Deutschland, Berlin

 Ökologische Aspekte der Massentierhaltung: MV im Fokus
Arndt Müller, Bündnis 90/Die Grünen MV, Schwerin

 Multiresistente Bakterien aus dem Tierstall - Verbreitung und Bedeutung
Carmen Dahms, Universität Greifswald

 Artgerechte Tierhaltung als Alternative?
Verena Preußner, NEULAND e.V., Berlin

 Wie ein todernstes Thema unterhaltsam vermittelt wird: Praxisbeispiel "MeinekleineFarm.org"
Denis Buchmann, Berlin

 Lebensmittelskandale
Simone Goetz, Verbraucherzentrale MV, Rostock

Fleischkonsum und Gesundheit

 Wie (un)gesund ist vegetarische/vegane Ernährung
Carolin Möhrke, Kinderärztin, Wolgast

 Fleischkonsum - Gesundheit - Nachhaltigkeit - die Position der Deutschen Gesellschaft für Ernährung
Helmut Oberritter, DGE, Bonn

Gesunden und nachhaltigen Fleischkonsum umsetzen

 Umweltschutz mit Messer und Gabel - Auswirkungen eines verringerten Fleischkonsums auf die Natur
Toni Meier, Universität Halle-Wittenberg

 Nachhaltiger Fleischkonsum - Möglichkeiten und Grenzen von Ernährungs- und Verbraucherbildung
Ulrike Johannsen, Universität Flensburg


Ansprechpartner

Bundesamt für Naturschutz 
 Dr. Norbert Wiersbinski, Telefon: 038301/86-111

Universität Kiel, Professur für Philosophie und Ethik der Umwelt
 Dipl. laök Lieske Voget-Kleschin, Telefon: 0431-880-2823
 Prof. Dr. Konrad Ott, Telefon: 0431-880-2822