Bundesamt für Naturschutz

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Bericht nach Vogelschutzrichtlnie

Aktuelles Berichtsformat

Um die Berichte nach Vogelschutzrichtlinie an diejenigen zur FFH -Richtlinie anzugleichen und Aussagen über Erfolge und zukünftige Handlungsschwerpunkte auf nationaler wie EU-Ebene zu ermöglichen, wurde das  Berichtsformat (pdf-file, 120 KB) von der EU Kommission grundlegend umgestaltet und EU-weit vereinheitlicht. Der von den Mitgliedstaaten zu erstellende Bericht bezieht sich auf den Zeitraum 2008-2012 und musste der EU-Kommission bis spätestens 31.12.2013 vorgelegt werden.

Ziel der Umstellung des Berichtsformates war es, den Zustand der Vogelwelt EU-weit zu analysieren, um effektiver überprüfen zu können, ob die ergriffenen Maßnahmen wirksam und ausreichend sind. Die EU-Mitgliedstaaten müssen neben Angaben zum Schutzgebietsnetz Natura 2000 zukünftig über die Populationsgrößen, die Bestandsentwicklung und die Verbreitung der Vogelarten berichten. Für Brutvögel und überwinternde Vögel wird getrennt berichtet, einige Arten werden zusätzlich als Durchzügler behandelt.

Für sogenannte Triggerarten – darunter verstehen wir solche Arten, die der Anlass für die Ausweisung von Vogelschutzgebieten waren – müssen zudem Angaben über Gefährdungen und Beeinträchtigungen ihrer Populationen, Populationsanteile in Schutzgebieten und Erhaltungsmaßnahmen gemacht werden.

Die Berichte nach dem neuen Berichtsformat sollen künftig alle sechs Jahre analog zu den Berichtspflichten unter der FFH -Richtlinie erstellt werden. Als Leitfaden für die Erstellung des Berichtes nach Artikel 12 Vogelschutzrichtlinie hat die EU Kommission Erläuterungen und Hinweise zur Verfügung gestellt ( Assessment and reporting under Article 12 of the Birds Directive – Explanatory Notes & Guidelines for the period 2008-2012) (pdf-file, 610 KB).

Erarbeitung des nationalen Berichtes

In Deutschland wurden die für den nationalen Bericht benötigten ornithologischen Daten vom  Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) im Auftrag des BfN aufbereitet. Die Datengrundlage bilden die ehrenamtlichen Vogelmonitoringprogramme, Fachdaten der Länder, Seevogelzählungen des BfN in der ausschließlichen Wirtschaftszone sowie ergänzende Informationen einschlägig tätiger Verbände und Fachleute. Landesspezifischen Angaben über die Vogelschutzgebiete und die Triggerarten übermittelten die Vogelschutzwarten der Länder dem BfN. Anschließend wurden die Angaben auf Bundesebene aggregiert und zusammen mit den ornithologischen Daten vom BfN zu einem einheitlichen nationalen Berichtsentwurf zusammengeführt. Der nationale Bericht wurde mit den Ministerien der Länder und den Bundesressorts abgestimmt und am 20. Dezember 2013 fristgerecht bei der EU abgegeben.

Auf Grundlage der von den EU-Mitgliedstaaten übermittelten Berichte erstellt die Europäische Kommission einen zusammenfassenden Bericht. Die gemeinschaftlichen Berichte für die vorangegangen Berichtszeiträume sind auf den Seiten der EU-Kommission einsehbar.

Letzte Änderung: 17.04.2014

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