Bundesamt für Naturschutz

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Landwirtschaft

Anteil der Staaten am globalen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen 2015

Über 90 Prozent der gentechnisch veränderten Pflanzen stammt aus 5 Ländern

Seit Markteinführung gentechnisch veränderter Pflanzen (GVP) wird mehr und mehr Ackerfläche für deren Anbau genutzt: Im Jahr 2015 waren dies fast 13 Prozent der weltweiten Agrarfläche. Die Hauptanbaugebiete konzentrieren sich dabei auf die Länder USA, Brasilien, Argentinien, Indien und Kanada, die zusammen über 90 Prozent des GVP-Anbaus betreiben.


Die Summe der Anbauflächen für gentechnisch veränderte Pflanzen (GVP) nahm weltweit seit der Markteinführung der GVP im Jahr 1995 bis 2014 kontinuierlich zu. Im Jahr 2015 sank die GVP-Anbaufläche erstmals im Vergleich zum Vorjahr geringfügig von 181,5 Millionen Hektar auf 179,7 Millionen Hektar. Bezogen auf die weltweite Ackerfläche von rund 1,4 Milliarden Hektar werden somit etwa 12,8 Prozent für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen genutzt. Die Hauptanbaugebiete für gentechnisch veränderte Pflanzen liegen nach wie vor in den USA, Brasilien, Argentinien, Indien und Kanada. Diese 5 Länder betreiben zusammen mehr als 90 Prozent des globalen GVP-Anbaus.

Gentechnisch veränderte Pflanzen können sich weiter verbreiten

Gentechnisch veränderte Pflanzen können sich selbstständig vermehren und auch über die Anbaufläche hinaus verbreiten. Sind wilde Kreuzungspartner im Anbaugebiet vorhanden, kann es zur Bestäubung von wildlebenden Pflanzen durch Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen kommen (Auskreuzung). Über die Pflanzen kann die weniger stabil eingebaute Erbinformation in den Boden gelangen, wo sie von Bodenbakterien aufgenommen werden kann (horizontaler Gentransfer). Gentechnisch verändertes Erbmaterial ist nicht oder nur schwer rückholbar, weshalb bei der Anbauzulassung das Vorsorgeprinzip gelten sollte.

Weiterführende Infos

 Agro-Gentechnik (BfN-Themenseite)