Bundesamt für Naturschutz

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Naturschutz, Biologische Vielfalt international, Regionalforum, Nationale Strategie Biologische Vielfalt

7. Regionalforum zur biologischen Vielfalt

  • Internationale Dimension der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt
  • International entscheiden - national handeln

Frankfurt/Bonn, 20. Juni 2008: "Deutschland übernimmt auch zukünftig verstärkt die Verantwortung für die weltweite Erhaltung der biologischen Vielfalt. Mit unserer Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt, die international beispielhaft ist, gehen wir dabei mit gutem Beispiel voran," sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Astrid Klug, anlässlich des 7. Regionalforums zum Thema "Internationale Dimension der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt" in Frankfurt. Drei Wochen nach dem erfolgreichen Ende der Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt ( CBD ) diskutieren die Experten und Akteure die internationale Dimension der deutschen Biodiversitätsstrategie im Lichte der Ergebnisse der Weltnaturschutzkonferenz.

Global denken – lokal handeln – unter diesem Leitsatz lässt sich dieses Forum zusammenfassen. "Hierbei geht es natürlich nicht nur um wandernde Arten, wie beispielsweise den Weißstorch, die nur durch internationale Schutzbemühungen (z.B. das von Deutschland geförderte "Global-Flyway-Project") in ihren Fortpflanzungs-, Zug-, Rast- und Überwinterungsgebieten effektiv geschützt werden können. Es geht genauso auch um Finanzierungsfragen im globalen Naturschutz und um die Schaffung eines globalen Netzes aus Land- und Meeresschutzgebieten. Hier hat Deutschland mit der "LifeWeb Initiative" eine Möglichkeit geschaffen, wie Geldgeber (zumeist Industrienationen) und Länder, die Schutzgebiete ausweisen möchten, diese aber nicht finanzieren können, zusammengebracht werden können", sagte Astrid Klug.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) forderte als Voraussetzung für den Einsatz von Biokraftstoffen Nachhaltigkeitsstandards und Zertifizierungssysteme. Denn ohne solche Systeme, die die Herkunft der Biomasse aus nachhaltigem und umweltschonendem Anbau nachweisen, führt die wachsende Nachfrage nach Bioenergie in den Anbauländern zu einer verstärkten Waldrodung, Moorentwässerung und Treibhausgasfreisetzung.

Bei dem Regionalforum wurde auch die Frage nach Regelungen einer nachhaltigen Nutzung von genetischen Ressourcen diskutiert: Wie kann sichergestellt werden, dass bei einer Nutzung genetischer Ressourcen beispielsweise für die Medikamentenherstellung, Gewinne aus der Nutzung dieses genetischen Materials (z.B. aus tropischen Pflanzen) auch zum Teil wieder in die Ursprungsländer zurückfließen (englisch: Access and Benefit Sharing - ABS )? "Deutschland steht hier in der Pflicht, an der Schaffung eines internationalen ABS -Regimes bis 2010 aktiv mitzuwirken. Wir haben in den nächsten zweieinhalb