FAQ
Wann findet der Naturathlon 2008 - der Lauf der Welt statt?
Am 18. Mai 2008 um 15.00 Uhr fällt der Startschuss zum internationalsten Lauf aller Zeiten.
Wo findet der Naturathlon 2008 - der Lauf der Welt statt?
Die genaue Adresse des Starts lautet: Robert-Schuman-Platz 3, 53175 Bonn. Entsprechende Hinweisschilder werden Sie zu dem genauen Startbereich führen.
Wie ist die Strecke?
Die Strecke ist sehr eben, gut ausgeschildert, verkehrsfrei und 10km lang.
Wie kann ich mich bewerben?
Einfach den Online-Fragebogen ausfüllen und zusammen mit einem Foto abschicken. Alternativ können Sie sich auch den Bewerbungsbogen ausdrucken, ausfüllen und zusammen mit einem Foto per Post an den Veranstalter zurückschicken.
Wer kann sich bewerben?
Bewerben kann sich jeder, der sich gesundheitlich in der Lage fühlt, 10 km zu laufen und über 18 Jahre alt ist. Sollten sich mehr als 5 Personen für die 5 Startplätze pro Nation bewerben, entscheidet das Los. Je außergewöhnlicher Ihre Nationalität, desto größer sind Ihre Chancen auf einen Startplatz.
Wann ist der Anmeldeschluss?
Anmeldungen werden bis zum 01. Mai 2008 angenommen. Sollten Sie keinen Startplatz erhalten haben, werden Sie auf einer Warteliste notiert und können auch noch kurzfristig nachrücken.
Wie viel kostet die Teilnahme?
Die Teilnahme ist kostenlos.
Wie kann ich feststellen, ob meine Bewerbung erfolgreich war?
Anfang Mai werden die Teilnehmer unter www.naturathlon.de in einer Starterliste aufgeführt. Außerdem bekommt jeder ausgewählte Teilnehmer eine persönliche Teilnahmebestätigung.
Wird die Zeit gemessen?
Es läuft eine Brutto-Zeit, die mit dem offiziellen Startschuss beginnt. Jeder Teilnehmer kann dann im Ziel die abgelaufene Zeit an der Uhr einsehen und somit seine Laufzeit ungefähr ablesen. Grundsätzlich soll jedoch die Teilnahme und nicht die gelaufene Zeit im Vordergrund stehen.
An wen kann ich mich bei Fragen und Problemen wenden?
Sie können sich direkt an die Pressestelle des Bundesamtes für Naturschutz wenden: Konstantinstr. 110, 53179 Bonn, Tel.: 0228/8491-4444 oder per Email an
naturathlon@bfn.de
Was bedeutet biologische Vielfalt?
Die biologische Vielfalt umfasst drei Bereiche: die Vielfalt der Arten und Lebensräume sowie die genetische Vielfalt innerhalb der einzelnen Pflanzen- und Tierarten. Diese drei Aspekte hängen eng zusammen und beeinflussen sich gegenseitig.
Wie viele Tier-, Pflanzen- und Pilzarten gibt es? Sind alle schon erforscht und bekannt?
Nach derzeitiger Schätzung könnte es zwischen 10 und 100 Millionen Arten auf der Erde geben, Experten gehen von circa 15 Millionen Arten aus. Derzeit bekannt und wissenschaftlich beschrieben sind bislang etwa 1,8 Millionen Arten. Mehr als die Hälfte davon sind Insekten, die wiederum fast dreimal so viele Arten umfassen wie die Pflanzen.
In welchen Ländern ist die Artenvielfalt am höchsten?
Die größte Artendichte findet sich in so genannten Hot Spots. Diese 25 artenreichsten Gebiete - meist in den Tropen oder Subtropen gelegen - machen gerade einmal 1,4 Prozent der Erdoberfläche aus. Aber in ihnen existieren 44 Prozent aller Pflanzen und ein Drittel aller Wirbeltierarten. Deutschland hingegen ist ein relativ artenarmes Land: So gibt es hier zum Beispiel lediglich 3.062 Gefäßpflanzenarten. Das pflanzenreichste, aber gegenüber Deutschland auch sehr viel größere Land, ist Brasilien mit 56.000 Arten, gefolgt von Kolumbien mit 51.000 und China mit 32.000 Arten.
Wodurch ist die biologische Vielfalt gefährdet?
Für den Rückgang der Artenvielfalt ist vor allem der Mensch verantwortlich. Gründe gibt es viele: Der Raubbau an der Natur lässt aus Wäldern Agrarsteppen entstehen. Flussauen machen Siedlungen Platz. Vom Menschen eingeschleppte Arten verdrängen die einheimische Flora und Fauna. Und auch der Klimawandel beeinträchtigt Lebensgemeinschaften, etwa weil weniger Niederschläge fallen.
Hat der Klimawandel etwas mit dem Thema Biodiversität zu tun?
Ja, klimatische Veränderungen wirken sich auf Tiere, Pflanzen und deren Lebensräume aus. So kann durch die dünnere Ozonschicht mehr ultraviolette Strahlung auf die Erde gelangen. Und das kann Organismen schädigen. Auch ein Temperaturanstieg schon um wenige Grad könnte für zahlreiche Pflanzen und Tiere den Tod bedeuten. Und wenn beispielsweise einzelne Arten aus einem Lebensraum verschwinden, gerät dieser möglicherweise aus dem Gleichgewicht - und noch mehr Arten wären gefährdet.
Woran zeigt sich, dass biologische Vielfalt verloren geht?
Derzeit sind etwa 15.500 Arten vom Aussterben bedroht. Tiere wie der chinesische Flussdelfin, der Pyrenäen-Steinbock oder der Java-Tiger sind für immer verschwunden. Ein Viertel aller Meeresfischbestände sind gefährdet. Karibische Korallenriffe sind bereits jetzt zu 80 Prozent zerstört. Und durch die Überfischung der Weltmeere könnte schon ab 2050 keine kommerzielle Fischerei mehr möglich sein. Aber auch an Land sind die Verluste deutlich: 13 Millionen Hektar Wald werden jährlich vernichtet. Und die intensive Landwirtschaft führt dazu, dass wertvolle Sorten von Nutzpflanzen verloren gehen.
Geht das Artensterben immer so weiter?
Momentan ist die Rate des weltweiten Artensterbens hundert- bis tausendfach so hoch wie die natürliche Aussterberate. Die Weltnaturschutzunion IUCN hat eine Rote Liste der bedrohten Arten erstellt. Demnach sind rund 15.500 Arten weltweit vom Aussterben bedroht. Darunter 23 Prozent aller Säugetiere, zwölf Prozent der Vögel und 31 Prozent der Amphibien.
Warum muss biologische Vielfalt erhalten bleiben? Reicht es nicht aus, wenn die Stärksten überleben?
Vielfalt ist das wichtigste Überlebensprinzip in der Natur. Nur bei einer großen genetischen Bandbreite innerhalb einer Art besteht die Chance, dass Organismen vorhanden sind, die mit den neuen Bedingungen zurechtkommen. Andernfalls ist das Risiko hoch, dass sie ausstirbt.
Wie wirkt sich der Verlust von Arten auf unser Leben aus?
Er kann unser Leben gefährden. Denn die Vielfalt der Natur ist die Grundlage unser aller Leben und der globalen wirtschaftlichen Entwicklung. So können Pflanzen, die wie Reis ein Grundnahrungsmittel sind, durch Ungeziefer oder eine Krankheit bedroht sein. Dafür gibt es zahlreiche historische Beispiele, etwa die Kartoffelfäule in Irland im 19. Jahrhundert. Wie groß die Bedrohung ist, erfahren derzeit die USA. Dort sterben nach und nach die Bienenvölker aus. Bienen bestäuben mehr als 90 der Obst- und Gemüsesorten. Sollten sie aussterben oder ihr Bestand sich extrem verringern, wäre die Lebensmittelversorgung der Menschen in Gefahr.
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