Einladung zur Tagung
„Die nationale Strategie zum Integrierten Küstenzonenmanagement und ihre Perspektiven“
am 27./28. April 2006
Bremen, Haus der Wissenschaften
Die Empfehlung des Europäischen Parlaments und des Rates vom Mai 2002 zur Umsetzung einer Strategie für ein Integriertes Management der Küstengebiete (IKZM) in Europa (2002/413/EG) bildet den Rahmen für die nationale IKZM-Strategie. Diese knüpft an Vorarbeiten v.a. des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) an und wurde im vergangenen Jahr unter Federführung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und unter Einbindung verschiedener Akteure erarbeitet. Innerhalb der Strategie sind aufbauend auf einer nationalen Bestandsaufnahme Grundsätze für das integrierte Management der Küstengebiete erste Schritte für eine Umsetzung des IKZM entwickelt worden.
Die nationale Strategie versteht Integriertes Küstenzonenmanagement vor allem als informellen und freiwilligen Ansatz, der durch gute Information, Kommunikation, Partizipation, Koordination und Integration aller Akteure eine nachhaltige und ökosystemverträgliche Entwicklung des Küstenbereiches unterstützen soll. In diesem Zusammenhang ist IKZM zum einen ein Prozess, der als Leitbild alle Planungs- und Entscheidungsbereiche durchdringen soll, und zum anderen ein Instrument der integrierten Identifikation von Entwicklungsmöglichkeiten, Konfliktpotenzialen und Konfliktlösung.
Die Vorarbeiten zur Strategie und die nationale Strategie selbst stellen einen wichtigen Beitrag zu einem integrierten Management der deutschen Küstengebiete dar. Sie sollen auf der Tagung einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und der weitere Weg vor dem Hintergrund europäischer und internationaler Ansätze und Erfahrungen diskutiert werden.

