Meeressäuger Forschungsmethoden

Foto von einem Seehund der für die Besenderung mit Netz und Gurten fixiert wurde

Forschungsprojekt 1: Fang und Besenderung von Seehunden

Die wehrhaften Tiere werden zunächst in einer aufwändigen Fangaktion mit Netzen auf den Liegeplätzen gefangen. Erst dann können sie mit Sendern und Maulsensoren ausgestattet werden.

Foto eines Fahrtenschreibers für Seehunde

Forschungsprojekt 1: Ausrüstung der Seehunde mit Fahrtenschreibern und Maulsensoren

Die Sender erfassen und speichern u.a. die Tauchtiefe und -dauer sowie die Lage des Tieres. Mit diesen Daten und den Werten des Maulsensors zur Erfassung der Fressaktivitäten können die Wissenschaftler ein „Verhaltensprofil“ des besenderten Seehundes erstellen.

Foto eines Forschungsflugzeugs

Forschungsprojekt 2: Erfassung von Schweinswalen und anderen Meeressäugetieren mit dem Flugzeug

Mit einer zweimotorigen Partenavia überfliegen Wissenschaftler für die Zählungen der Meeressäugetiere jeweils Teilgebiete der Nord- und Ostsee in festgelegten Streifen. Diese sog. Transekte liegen in der Nordsee in einem Abstand von knapp 10 km, in der Ostsee von etwa 6 km zueinander.

Foto einer Forscherin im Flugzeug bei der zählung der Meeressäugetiere aus der Luft

Forschungsprojekt 2: Zählung der Meeressäugetiere aus der Luft

Die Forscher erfassen alle gesichteten Schweinswale und Robben und ermitteln sofort den Winkel zum Flugzeug. Daraus lässt sich die Entfernung zum Transekt berechnen mit dem Ziel, später die Dichte für ein Gebiet zu ermitteln.

Foto eines Klick-Detektors (PODs) im Wasser für die Erfassung von Schweinswalen

Forschungsprojekt 3: Erfassung von Schweinswalen mit Hilfe von Klick-Detektoren (PODs)

In der Ostsee setzt das Deutsche Meeresmuseum Stralsund stationäre Klick-Detektoren (PODs) zur Erfassung der Schweinswal-Laute ein. Die geeichten (kalibrierten) Geräte werden an speziellen Bojen verankert und zeichnen die Laute der Tiere kontinuierlich auf. Alle 4-8 Wochen werden der Akku gewechselt und die auf einem Chip gespeicherten Daten ausgelesen.

Foto einer Forscherin an Bord eines Schiffes vor Auswertungsgeräten für die Erfassung von Schweinswalen mit Schlepphydrophonen

Forschungsprojekt 4: Erfassung von Schweinswalen mit Schlepphydrophonen

In der Nordsee werden auch Schlepphydrophone zur Erfassung der Kleinwale eingesetzt. Diese Unterwasser-Mikrofone können Schweinswal-Laute (Clicks) aufzeichnen, während sie hinter einem Schiff hergeschleppt werden. Forscher arbeiten weiter an einer Optimierung dieser Erfassungsmethode.

© Bundesamt für Naturschutz (BfN) | IMPRESSUM | SHAREPOINT
Stand der Aktualisierung 26.10.2011