Containerschiff
Die wachsende Anzahl, Größe und Schnelligkeit der Schiffe führte zu einer stetigen Ausweitung des Schiffsverkehrs auch in den Meeresgebieten von Nord- und Ostsee. Es gibt kaum noch Meeresgebiete, die überwiegend frei von Schiffsverkehr sind. Einige werden durch Schifffahrtsstrassen zu den großen Häfen gekreuzt oder aufgrund der geographischen Gegebenheiten besonders stark genutzt. Rund 150.000 Schiffsbewegungen, bezogen auf Schiffe mit mehr als 500 Bruttoregistertonnen, gibt es pro Jahr allein in der Deutschen Bucht, das sind durchschnittlich mehr als 400 am Tag. Die großen Schiffe bewegen sich meist entlang empfohlener Schifffahrtsrouten. In engen oder besonders stark genutzten Meeresgebieten regeln Verkehrstrennungsgebiete mit genau vorgeschriebenen Fahrwasserbreiten für jede Fahrtrichtung den Verkehr. Hierzu gehören in der Ostsee zum Beispiel der Fehmarnbelt sowie die Kadetrinne nordwestlich vom Darß - die wichtigsten Durchfahrten von der Ostsee in die dänische Beltsee und weiter Richtung Nordsee und umgekehrt. Allein in der Kadetrinne finden mehr als 63.000 Schiffsbewegungen pro Jahr statt, etwa 8.000 davon sind Tanker. In der Nordsee ist die Ansteuerung zum Beispiel von Hamburg durch die Deutsche Bucht mit der nördlichen und südlichen Schifffahrtsstraße eine der meist befahrenen Wasserstraßen der Welt.
Belastend auf die Meeresumwelt wirkt die Schifffahrt im „Normalbetrieb“ dabei vor allem durch Scheucheffekte, Motorenlärm, Schadstoffemissionen (zum Beispiel Abgase der Motoren, illegale Einleitungen oder die Lösung von Giftstoffen aus den Schutzanstrichen der Schiffsrümpfe), Einschleppung fremder Arten oder schließlich auch die Auswirkungen möglicher Schiffshavarien.
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