Unterwasserlärm

Grafik die die ausbreitung von Schall im Wasser zeigt

Unterwasserlärm

Immer häufiger sind vom Menschen verursachte Geräusche im Meer zu hören. Die Lautstärke dieses Unterwasserlärms hat sich in den Küstenmeeren in den letzten Jahrzehnten stark erhöht. Dauerhafte, hohe Schallpegel sind vor allem dem Schiffsverkehr zuzuschreiben. Zusätzliche zeitlich begrenzte Schallemissionen, die aber von sehr hoher Intensität sein können, erfolgen zum Beispiel im Rahmen von Forschungsaktivitäten zur Erkundung von Öl- und Gasvorkommen (Seismik), durch militärische Sonare oder Sprengungen, bei Ramm- und Bohrtätigkeiten, durch Navigations- und Fischereiecholote, sowie durch hydroakustische Meeresbodenkartierungen.

Die Folgen für die Meerestiere können gravierend sein: Überlagerung von Umweltgeräuschen und Kommunikationslauten (Maskierung), Verhaltensänderungen (zum Beispiel Flucht, Meidung von Gebieten, Änderungen im Jagd- und Kommunikationsverhalten), im Extremfall sogar körperliche Verletzungen. Möglicherweise kann sich auch die Verfügbarkeit von Beutetieren ändern.

Derzeit werden in mehrjährig angelegten BMU-Forschungsprojekten die Auswirkungen des Unterwasserschalls, der beim Bau und Betrieb von Windkraftanlagen entsteht, auf Seehunde und Schweinswale sowie auf Fische untersucht.

Leider gibt es bislang noch keine kontinuierlichen Messungen des Unterwasserlärms in Nord- und Ostsee. Die Erstellung einer Unterwasserlärmkarte wäre ein erster Schritt zur systematischen Bearbeitung dieser weitgehend noch nicht voll realisierten Begleitproblematik menschlicher Nutzungen im Meer.

Foto eines Motorboots mit drei Außenbordmotoren

Motorboot

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Stand der Aktualisierung 28.03.2012