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POSITIONSPAPIER

„Ökosystemgerechte, nachhaltige Fischerei - Empfehlungen des Bundesamtes für Naturschutz“

Abbildung der Titelseite des Positionpapiers Fischereiempfehlungen

Bei der Präsentation des Hintergrundpapiers verwies die BfN Präsidentin Prof. Dr. Jessel darauf, dass die fischereiliche Nutzung nach wie vor eine der menschlichen Aktivitäten ist, die weltweit und „vor unserer Haustür“ besonders negative Auswirkungen auf marine Ökosysteme hat. Wie der jüngste Bericht der Welternährungsorganisation FAO zeigt, sind mittlerweile weltweit 28% der Fischbestände überfischt und 52 % bis an die Grenzen an ihrer biologischen Kapazität genutzt. Die Übernutzung der Fischbestände in flachen und produktiven Küstenmeeren hat dabei zu einer Verlagerung des Fischereiaufwands in größere Wassertiefen und in die Küstenmeere weniger entwickelter Staaten geführt, in denen die Menschen in besonders hohem Maße von wildlebenden Fischbeständen als Proteinquelle angewiesen sind. „Die Übernutzung der Fischressourcen“ so Jessel „hat deshalb sowohl eine ökologische als auch eine soziale und ethische Komponente“.

Angesichts der bedrohlichen Situation der Fischbestände global und insbesondere in den europäischen Meeresgebieten, hat das BfN ein Positionspapier zur „Ökosystemgerechten nachhaltigen Fischerei“ herausgegeben. Darin werden die negativen Auswirkungen der Fischerei auf kommerziell genutzte Fischbestände, und andere Arten und Lebensräume im Meer beschrieben. Das Positionspapier zeigt Handlungserfordernisse und Lösungsmöglichkeiten auf, wie die Fischerei ökosystemgerecht und nachhaltig gestaltet werden kann.

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Stand der Aktualisierung 26.10.2011