Sandbänke Forschungsmethoden

Foto von Forschern an Bord eines Forschungsschiffes bei der Überwachung eines Unterwasser-Schleppvideosystem

Untersuchung des Meeresbodens mit Unterwasser-Schleppkameras

Zur Identifizierung der Sandbänke und Riffe werden Videokameras unter Wasser über den Meeresboden geschleppt. Die Filmaufnahmen der Schleppkameras werden direkt an Bord überwacht und aufgezeichnet. Herausragende Standorte werden per GPS markiert und später noch einmal aufgesucht.

Foto eines Tauchers bei Unterwasser Videoaufnahmen

Filmaufnahmen durch Taucher

Taucher mit Foto- und Film-Kameras dokumentieren ökologisch besonders wertvolle Lebensräume in den Untersuchungsgebieten.

Foto mit Forschern bei der entleerung eines Greifers

Probennahmen mit dem Greifer - 1

Mit dem Van-Veen-Backengreifer nehmen Wissenschaftler Bodenproben in Nord- und Ostsee, bestimmen den Sedimenttyp und die große Artenanzahl der Bodenlebewesen.

Foto eines geöffneten Backenreifers mit Material vom Meeresboden

Probennahmen mit dem Greifer - 2

Mit einer Backengreiferprobe erhalten Forscher einen genau definierten Ausschnitt des Meeresbodens mit den dort lebenden Tieren und Pflanzen (dem Benthos).

Foto von Forscherinnen an Bord beim sortieren und bestimmen von Benthos

Benthosbestimmung - 1

Nach dem Einsatz des Backengreifers werden die größeren Tiere aus den Benthosproben an Bord sortiert und bestimmt. Manche Proben mit zunächst schwer zu erkennenden Arten werden in Formalin konserviert, um eine spätere Aufarbeitung und Bestimmung im Labor zu ermöglichen.

Foto einer Forscherin an Bord beim bestimmen von Benthosam am Mikroskop

Benthosbestimmung - 2

Im Labor werden die winzigen Tiere und Pflanzen meist bis zur Art bestimmt. Auch die Sandlückenfauna kann hier untersucht werden.

Foto einer Baumkurre die ins Wasser gelassen wird

Probennahme mit der Baumkurre

Mit der Baumkurre werden auf dem Sediment lebende Tiere (Epifauna) erfasst. Da die beprobte Fläche im Vergleich zum Backengreifer größer ist, werden die beweglicheren, größeren und häufig auch selteneren Tiere gefangen. So stellen die Fänge mit der Baumkurre eine gute Ergänzung zu den Greiferproben dar.

Foto von Forschern die ein Seitensichtsonar zu Wasser lassen

Untersuchungen mit dem Seitensichtsonar - 1

Forscher der Universität Kiel tasten den Meeresboden mit dem Seitensichtsonar ab. Die reflektierten Schallwellen geben ein genaues Bild der Bodenstruktur und des Sedimenttyps. Dies ist wichtig zur Identifizierung der Lebensraumtypen Sandbänke und Riffe.

Foto mit Forschern beim auswerten von Sonar-Daten am Rechner

Untersuchungen mit dem Seitensichtsonar - 2

Die vom Seitensichtsonar erfassten Daten werden direkt am Rechner ausgewertet.

Grafische Darstellung einer Sandbank

Auswertung von Tiefendaten

Anhand der langjährig erhobenen Tiefendaten des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie können Wissenschaftler die Form und Ausdehnung der Sandbänke sogar dreidimensional darstellen. Dies ist wichtig für die Abgrenzung der ökologisch besonders wertvollen Sandbänke.

© Bundesamt für Naturschutz (BfN) | IMPRESSUM | SHAREPOINT
Stand der Aktualisierung 28.03.2012