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Tagung MEERESNATURSCHUTZ 2004

Stimmen zur Tagung

„Es war eine gute Veranstaltung zur Feier der Anmeldung der Meeresschutzgebiete.“ (Prof. Dr. Gotthilf Hempel)

„Kompliment für die tolle Veranstaltung. Sie sollte regelmäßig - in welchem Rhythmus auch immer - stattfinden.“ (Prof. Dr. Hartmut Vogtmann)

Verlauf

Vom 30.11 bis zum 3.12.2004 hatte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) zur Tagung „Meeresnaturschutz 2004“ in die Hallen des Deutschen Meeresmuseums (DMM) geladen. Fast 200 Fachleute aus Wissenschaft und Naturschutzpraxis kamen, um neuste fachliche Erkenntnisse auszutauschen und notwendige Schutzmaßnahmen, mit denen die Biodiversität in unseren Meeren langfristig gesichert und entwickelt werden kann, zu diskutieren.

Willkommen unter dem Wal und erster Vortragstag

Nach einem bunten und heiteren Abendempfang im Lichte der Aquarien in der „Halle unter dem Wal“ des Meeresmuseums wurde die Veranstaltung am nächsten Morgen von Prof. Dr. Hartmut Vogtmann (Präsident des BfN), Dr. Harald Benke (Direktor des DMM) und Herrn Jochen Flasbarth (Abteilungsleiter Naturschutz des Bundesumweltministeriums) eröffnet. Anschließend stellte Dr. Henning von Nordheim (BfN) die Ziele und Aufgaben des Meeresnaturschutzes in den nächsten Jahren dar und Dr. Jochen Krause (BfN) erläuterte mit Text und Bildern die neuen Meeresschutzgebiete in der deutschen AWZ mit einem Schwerpunkt auf der Ostsee.
Aus Brüssel von der EU Kommission war Dr. Micheál O´Briain angereist. Er beglückwünschte Deutschland zur gelungenen Meldung in der AWZ, wies auf die deutlich langsamere Umsetzung von NATURA 2000 im Meer bei den anderen Mitgliedstaaten hin und sagte, dass die Kommission die Ausweisung im Meer in Europa beschleunigen will.
Im zweiten Teil des Tages erläuterten dann Vertreter der bestehenden Küstennationalparke “Niedersächsisches Wattenmeer“ (Dr. Hubert Farke, NPA, Wilhelmshaven) und “Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ (Dr. Klaus Koßmagk-Stephan, NPA, Tönning) die schwierigen und langwierigen Probleme bei der öffentlichen Akzeptanz während der Entstehung der Nordseenationalparke. Diese Probleme hatte der an der Ostsee gelegene “Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft“ nicht, wie Dr. Ingolf Stodian (NPA, Wieck) erläuterte. Jedoch gibt es in diesem durch anthropogen mitverursachte erhöhte Vorkommen von Prädatoren Schwierigkeiten, die typischen Wasservögelpopulationen der Boddenlandschaft in ihrem bisherigen Bestand zu erhalten.
Zum Abschluss des Tages kritisierten Herr Jörg-Andreas Krüger für den Naturschutzbund (NABU), Dr. Sabine Christiansen und Herr Jochen Lamp für den WWF die fortschreitende Nutzung der Meere und erläuterten die Forderungen der Verbände für den Schutz der Meere in nationalen und internationalen Gewässern. Dr. Iris Menn stellte das von Greenpeace vorgeschlagene Schutzgebietsnetzwerk für die gesamte Nord- und Ostsee vor, welches ca. 40 % der Meeresfläche einnehmen sollte.

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Last modified 28.03.2012