Bundesamt für Naturschutz

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Das Bundesamt für Naturschutz

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN)

Zentraleuropäischer Buchenwald

(cc-by-sa, Malene Thyssen, Grib skov @wikipedia.de) Für Buchenwälder trägt Deutschland eine besondere Verantwortung, weil es mitten im Zentrum des Verbreitungsgebiets liegt. In Buchenwald-Nationalparken wird deren ungestörte Entwicklung hin zum Urwald ermöglicht.

Hochmoor NSG "Ewiges Meer"

(cc-by-sa, Elke Freese @wikipedia.de) Naturschutzgebiet (NSG) "Ewiges Meer", Hochmoorweite. Das baumlose Hochmoor wölbt sich wie ein Uhrglas. Das NSG liegt in Nord-West-Niedersachsen. Unbeeinflusste und noch intakte Moore sind in Deutschland echte Raritäten.

Ihr wisst ja vielleicht schon, dass die Naturdetektive-Seiten zum Bundesamt für Naturschutz gehören. Wir sind für Euch nicht nur über die Naturdetektive-Adresse www.naturdetektive.de erreichbar, sondern auch über die Homepage des BfN www.bfn.de. Habt Ihr Euch auf der Homepage schon mal umgesehen? Vielleicht interessiert Euch ja auch die Seite www.natursportinfo.de - wo es um Natursportarten geht? Das BfN befasst sich mit den natürlichen Lebensgrundlagen unseres Landes. Dazu gehören Landschaften mit ihrer natürlichen Ausstattung, wie Wasser und Boden, sowie Tier- und Pflanzenarten. Die Störungen, die Eingriffe und die Entwertungen der Natur gehen fast immer auf das Negativkonto des Menschen. Er ist es, der das Grundwasser absenkt, er verschmutzt die Flüsse und die Ozeane, er holzt Wälder ab, er verändert und verwüstet sogar die Böden, er zerstört Lebensräume von Tieren und Pflanzen, er verdreckt die Luft, er erwärmt das Klima, er rottet Tier- und Pflanzenarten aus und er überfischt die Meere.

Das Bundesamt für Naturschutz betreibt oder beauftragt Forschung:

Uralteiche auf dem Vilm

(Foto BfN) Nicht mal 0.5% der deutschen Landesfläche sind ungenutzte und unbeeinflusste Wildnisgebiete. Wildnis bedeutet, dass der Mensch keine Nutzung ausübt und auch nicht sonstwie regulierend eingreift. Alle natürlichen Prozesse können hier statt-
finden. Meist liegen die winzigen Urwaldreste in Kernzonen von Naturschutzgebieten, Nationalparken und Biosphärenreservaten.

Teilweise forschen die Bundesämter selbst, d.h. sie betreiben Messstellen (z. B. BfS) und werten verfügbare Daten aus. Oder sie stellen Forschungsergebnisse zusammen, die bei anderen Forschungseinrichtungen (z. B. Universitäten) zu bestimmten Fragestellungen und Problemen erarbeitet werden. Dazu vergeben sie auch gezielt Forschungsaufträge und lassen Forschungsvorhaben zu bestimmten wissenschaftlichen Fragen durchführen, die im Moment von besonderem Interesse sind. In Erprobungs- und Entwicklungsprojekten oder Forschungs- und Entwicklungsvorhaben wird gezielt Naturschutzforschung betrieben und deren prinzipielle Wirksamkeit in der Natur gleich ausprobiert.  

 

 

Das Bundesamt für Naturschutz berät das Bundesumweltministerium ...

Wattenmeer beiMorecambe Bay , England

(cc-by-sa, Eiffel, Morecambe Bay, @wikipedia.de) Das Wattenmeer ist ein sehr spezieller Lebensraum. Es ist je zur Hälfte des Tages eine marine Unterwasserwelt oder eine offenliegende, teilweise aquatisch-saline (dem Salzwassereinfluss unterworfene) amphibische Landfläche. Wattenmeere sind extrem selten auf der Erde und kommen in besonderer Einzigartigkeit in der Nordsee vor. Hier gibt es Tiere, die nur hier vorkommen (endemisch). Daraus ergibt sich ein besonderer Schutzauftrag für Deutschland.

in allen Fragen des Naturschutzes, des Artenschutzes, des Lebensraumschutzes für Tier und Mensch und setzt multistaatliche Abkommen um. Beispielsweise wenn es um grenzübergreifende Abkommen geht, wie das  Wattenmeer-Schutzabkommen mit Dänemark und den Niederlanden, die Umsetzungen von Rechtsetzungen der Europäischen Union im Naturschutz, etwa das europaweite Naturschutznetz-Ausweisungsprogramm „Natura 2000“ mit dem Artenschutzprogramm und dem Vogelschutzprogramm, sowie das Nationalparkprogramm in Anlehnung an die UNESCO-Kriterien (United Nations).

Das BfN arbeitet mit an der Verwirklichung verschiedenster internationaler Naturschutzabkommen und setzt diese in der Praxis um, so z. B. an der Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten, oder an dem RAMSAR-Abkommen für "Feuchtgebiete Internationaler Bedeutung", oder an der  Biodiversitäts- Konvention (Übereinkommen über die biologische Vielfalt, engl. Convention on Biological Diversity, CBD), ein auf der Konferenz der UN zu Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 in Rio de Janeiro ausgehandeltes internationales Umwelt-Vertragswerk.

 

Das Bundesamt für Naturschutz sammelt Daten zum Zustand der Natur ...

Alpengrat Fuscherkarkopf

(cc-by-sa, Magnuss, Grat vom Fuscherkarkopf zum Sinwelleck,Glockner Group @wikipedia.de) Die Alpen sind ein weiteres Extremgebiet, für das Deutschland zusammen mit anderen Staaten in besonderer Weise verantwortlich ist.

aus den 16 Bundesländern und dem Ausland, berät Politiker und informiert die Öffentlichkeit über Fehlentwicklungen bei der Nutzung der natürlichen Lebensgüter, wie Bodenfruchtbarkeit, Veränderungen der Naturausstattung und der natürlichen Bodenbedeckung, oder bei Veränderungen im Wasser- und Stoffkreislauf. Es überwacht auch die Bestandsentwicklung der wesentlichsten Tier- und Pflanzenarten und gibt die Risikoanalyse in Form von „Roten Listen“ für Biotoptypen, für Tierarten und für Pflanzenarten heraus. Diese „Roten Listen“ enthalten ein abgestuftes Vorwarnsystem, von  

 

  • „Nicht gefährdet“ über
  • „Selten“ und
  • „Gefährdet“ zu
  • „Stark gefährdet“, bis hin zu
  • „Vom Aussterben bedroht“ und zum Schluss
  • „Ausgestorben oder verschollen“.

Das Bundesamt für Naturschutz vollzieht, überwacht, genehmigt, oder lehnt ab:

Kletterer in der Sächsischen Schweiz

(cc-by-sa, Alma, Kletterer in der Sächsischen Schweiz @wikipedia.de) Natursportarten haben gegenwärtig Hochkonjunktur. Wie man es naturverträglich macht, das zeigt www.natursportinfo.de

Bei Anträgen in Bezug auf Freilandforschung genetisch veränderter Nutzpflanzen, bei der Ein- und Ausfuhr von besonders geschützten Tier- und Pflanzenarten und dem Handel mit Tierprodukten, z.B. Arzneigrundstoffe aus nicht angebauten, „wild“ gesammelten Pflanzen und Tieren (Naturentnahmen), Krokodilleder, Elfenbeinschmuck (CITES-Abkommen Convention on International Trade in Endangered Species). Das BfN hilft den Bundesländern bei der Sicherstellung großräumiger, schutzwürdiger Lebensräume (Nationalparke, Wildnisgebiete, Gewässerrandstreifenprojekte, Auenschutzprogramme, Überflutungsflächen, Vogelschutzgebiete und Feuchtgebiete mit internationaler Bedeutung, Meeresschutzgebiete (Walschutz- und Nationalparke), oder auch Ausweisung von Offshore-Windparkanlage-Flächen.

Der Schutz und der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen ist eine gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgabe, die auch das Erbe an die zukünftigen Generationen sichern helfen muss. Also geht sie uns alle an.

Was ist keine Aufgabe des Bundesamtes für Naturschutz?
A oder B oder C - nur eine Antwort ist richtig.
A Beratung der Regierung
B technischer Umweltschutz
C chulung von Zöllnern bei der Einführung von Tieren

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UN-Bericht: Biologische Vielfalt schwindet weltweit

UNEP-Logo

Die biologische Vielfalt (also die Vielfältigkeit an hoch speziellen Lebensräumen, sowie die Artenvielfalt der Tiere und Pflanzen) - und damit der Reichtum unserer Erde - geht noch immer in dramatischem Ausmaß zurück. Das bestätigt ein UN-Bericht, dessen deutsche Fassung kürzlich in Bonn vorgestellt wurde. Das von den Staats- und Regierungschefs der Welt auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung im Jahr 2002 in Johannesburg vereinbarte Ziel, bis zum Jahr 2010 den weltweiten Verlust an biologischer Vielfalt entscheidend zu verlangsamen, ist nicht erreicht worden. Ihr seht also, der große Durchbruch ist noch nicht geschafft, auch wenn es hier und da kleine Teilerfolge gab. 

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und seine Bundesämter

BMU-Logo

Eine Behörde wird „Bundesamt“ genannt, wenn sie zuständig ist für das gesamte Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Bundesämter arbeiten direkt einem bestimmten Bundesministerium zu, wobei die einzelnen Ministerien etliche Bundesämter unter sich haben können. Das Bundesumweltministerium (BMU) hat drei: BA für Strahlenschutz (BfS), BA für Naturschutz (BfN), sowie das Umweltbundesamt (UBA). Die Gründung eines Bundesamtes wird per Gründunggesetz vom Bundestag mehrheitlich genehmigt. Die Bundesämter arbeiten direkt und indirekt ihrem Chef (oder Chefin) zu, das ist dann die jeweilige Frau Bundesministerin, oder - jetzt aktuell - der Herr Bundesminister Dr. Norbert Röttgen (von der Partei CDU). Dieser gehört dem „Kabinett“ an (das sind alle Regierungsmitglieder, die Ministerrang haben, sowie der Kanzler oder die Kanzlerin). Auch unsere jetzige Regierungschefin und Kanzlerin - Frau Dr. Angela Merkel - war schon mal Bundesumweltministerin. Über die Bundesämter bezieht die Bundesregierung also einen Großteil an fachlichen Informationen, die sie zum Regieren und zum Erarbeiten von Gesetzentwürfen benötigt. Diese drei Ämter haben eine Vielzahl von Aufgaben, z. B. errichten und überwachen sie Anlagen und beraten die Bundesregierung über die Strahlenbelastung durch Kernbrennstoff und durch natürliches Strahlenmaterial aus dem Boden (BfS). Oder sie berichten über Umweltaspekte und -problematiken hinsichtlich der Gentechnik (BfN), oder der Entwicklungen bei den erneuerbaren Energien, oder der Gift- und Müllvermeidung, oder hinsichtlich der Altlastenproblematik und der Gewässerreinhaltung, oder hinsichtlich der Gesunderhaltung der Funktionen des Bodens (Schadstoffe) und der Luft (Ozonvermeidung). Das UBA befasst sich in erster Linie mit solch technischem Umweltschutz (Wasser-, Boden-, Luftreinhaltung). Und nicht zuletzt kümmert sich das BfN um die Vorsorge zur Erhaltung des natürlichen Artenpotentials der Pflanzen- und Tierwelt, sowie der Lebensräume unserer Heimat. Entsprechend nehmen diese Ämter mit ihrem Fachwissen auch Einfluss auf neue Gesetzesvorhaben und Ausführungsbestimmungen (z.B. Technische Anleitungen).

Das Bundesamt für Naturschutz

Logo BfN

- berät die Regierung und die Bundestags- Abgeordneten

- forscht in Sachen Natur

- berichtet der Öffentlichkeit

- fördert die Umsetzung von Naturschutzprojekten

- begleitet die Feldforschung

- schult in Sachen Naturschutz

- wirkt mit bei der Umsetzung von internationalen Umweltprojekten

- begutachtet die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Pflanzen

- begutachtet die Ausbringung gentechnisch veränderter Organismen

2010 Jahr der Biologischen Vielfalt

Logo Jahr der Biologischen Vielfalt 2010

Weitere Information unter
 www.biologischevielfalt.de

Letzte Änderung: 25.05.2010

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