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Wille, Volkhard; Bergmann, Hans-Heiner   Weitere Arbeiten von Wille, Volkhard; Bergmann, Hans-Heiner
Das große Experiment zur Gänsejagd: Auswirkungen der Bejagung auf Raumnutzung, Distanzverhalten und Verhaltensbudget überwinternder Bläss- und Saatgänse am Niederrhein

 
UNTERSUCHUNGSGEBIET (Geo-Objekt, Naturraum, Bundesland)
Das Untersuchungsgebiet liegt am Unteren Niederrhein zwischen der niederländischen Stadt Nijmegen und der deutschen Stadt Emmerich (NRW).
 
UNTERSUCHUNGSANSATZ (Typ der Analyse)
Innerhalb eines vierjährigen Untersuchungszeitraumes (November 1994 bis März 1999) wurde der Einfluss der Bejagung auf überwinternde Bläss- und Saatgänse anhand von Vergleichsuntersuchungen hinsichtlich mehrerer Verhaltensmuster in jagdrechtlich unterschiedlich reglementierten Gebieten erfasst.
 
BEWERTUNGSMETHODEN, KRITERIEN
Gänsezählungen, Raumnutzung der Gänse, Messung/Erfassung des Distanzverhaltens, des Verhaltensbudgets und der tageszeitlichen Verhaltensmuster sowie Erfassung der Störreize bzw. Jagdaktivität.
 
KONTROLLZUSTAND, AUSGANGSLAGE
Der niederländische und der deutsche Teil des Gebietes unterlagen zur Zeit der Untersuchung unterschiedlichen Jagdbestimmungen: Während auf deutscher Seite seit 1974 die Jagd auf Bläss- und Saatgänse ganzjährig untersagt ist, durften diese bis zum Winter 1999/2000 (also nach Ende der vorliegenden Untersuchungen) in den Niederlanden vom 01. September bis zum 31. Januar von Sonnenaufgang bis 10.00 Uhr gejagt werden.
Die Schlafplätze der überwinternden Gänse lagen während der Untersuchung auf niederländischer Seite. Die dort auf einem westlich gelegenen Schlafplatz nächtigenden Gänse waren dabei einem ständigen und intensiven Jagddruck ausgesetzt, die auf einem östlich gelegenen Platz nächtigenden Gänse konnten direkt auf deutsches, also jagdfreies Gebiet überwechseln und erfuhren somit in der Regel keine Bejagung.
   
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