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Naturschutz ist wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland

  • Studie zu ökonomischen Effekten von Tourismus in Großschutzgebieten erschienen

Bonn, 13.07.2005:Nationalparke und Naturparke kurbeln die regionale Wirtschaft an und schaffen so Arbeitsplätze, dies belegt die im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) erstellte Studie. Die in der Studie aufgezeigten regionalökonomischen Effekte des Müritz-Nationalparks und der Naturparke Hoher Fläming und Altmühltal im Tourismus sprechen eine klare Sprache: Allein durch den Nationalparktourismus wurden 2004 an der Müritz Bruttoumsätze von rund 13,4 Millionen Euro erzielt. Dies entspricht dort rund 630 Arbeitsplätzen. Im Naturpark Altmühltal betrugen die Bruttoumsätze durch den Tourismus 20,7 Millionen Euro, im Naturpark Hoher Fläming 6,2 Millionen Euro. Im Altmühltal entspricht dies Beschäftigungsäquivalenten von 483 Arbeitsplätzen, im Hohen Fläming von 211 Arbeitsplätzen.

Für 56 Prozent der Müritz-Urlauber spielte die Existenz des Nationalparks eine große oder sehr große Rolle bei der Wahl ihres Urlaubsziels. Dies zeigt, dass der Nationalpark auch als touristische Marke wahrgenommen wird. Ein Erfolg, der auf die engagierte Arbeit der Nationalparkverwaltung und die Zusammenarbeit mit touristischen Akteuren zurückzuführen ist.

"Mit der Einrichtung von Großschutzgebieten gewinnt nicht nur die Natur, sondern auch die Wirtschaft einer Region. So kann durch die Ausweisung eines Nationalparks die Region eine neue Qualität als Wirtschaftsstandort erreichen, Standortvorteile bieten beispielsweise ein attraktives Umfeld für die Unternehmen und eine hohe Lebensqualität für den Bürger" so Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, Präsident des Bundesamtes für Naturschutz. Die Studie zeigt zudem, dass besonders das Gastgewerbe, aber auch der Einzelhandel und das Dienstleistungsgewerbe durch die Besucher der Großschutzgebiete profitieren.

Damit attraktive Natur und Landschaften erhalten bleiben, unterstützt das BfN eine naturverträgliche Tourismusentwicklung in deutschen Großschutzgebieten. Damit sichert der Naturschutz nicht nur nachhaltig die natürliche Grundlage für Tourismus, sondern schafft auch Arbeitsplätze und neue Einkommensquellen.

Die Studie wurde im Auftrag des BfN vom Institut für Wirtschaftsgeografie der Universität München und vom Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr (DWIF) erstellt.

Das kostenlose Skript Nr. 135 zur Studie "Untersuchung der Bedeutung von Großschutzgebieten für den Tourismus und die wirtschaftliche Entwicklung der Region" kann beim Bundesamt für Naturschutz, Fachgebiet Gesellschaft, Recht, Tourismus und Sport, Konstantinstraße 110, 53179 Bonn angefordert werden. Tel.: (0228) 8491-196, Fax.: (0228) 8491-108


Hinweis:

Im Jahr 2006 feiert das BfN und der amtliche Naturschutz 100jährigen Geburtstag. Im Jahr 1906 wurde die erste "Staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege" für Deutschland gegründet. In einer wechselvollen Geschichte wanderte die Naturschutzinstitution von Danzig über Berlin und Egestorf (Lüneburger Heide) nach Bonn.

Letzte Änderung: 13.07.2005

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