Taubertal-Festival erhält SOUNDS FOR NATURE Auszeichnung
- Bundesamt für Naturschutz zeichnet KARO Veranstaltungsservice mit drei Gitarren für ökofreundliches Open Air Festival aus
Bonn, 14.08.2004:Für seinen Einsatz, das Open Air Festival "Taubertal-Festival 2003" ökologischer zu gestalten, erhält der Veranstaltungsservice KARO, die Auszeichnung "SOUNDS FOR NATURE FESTIVAL". Das Bundesamt für Naturschutz (BfN)zeichnet das Taubertal-Festival mit drei Gitarren aus. Ziel von SOUNDS FOR NATURE (SfN) ist es, Veranstalter zu unterstützten, ihr Musik-Festival schrittweise naturverträglicher zu gestalten. Entsprechend ihrer Leistungen werden dem jeweiligen Festival als Auszeichnung bis zu fünf "SOUNDS FOR NATURE-Gitarren, wie ein Gütesiegel verliehen (vergleichbar mit den Sternen für Restaurants). Diese Abstufung macht es möglich, bereits einzelne Schritte zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit zu honorieren.
"In Rothenburg war der Ökologiegedanke schon in der frühen Planung präsent und wurde konsequent durchgeführt," lobte der Präsident des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, den Veranstalter. "In allen bewertenden Kategorien wurden die ökologischen Anforderungen erfüllt. Besonders hervorzuheben sind die Umstellung von Dieselstromaggregaten auf Festnetzstrom, die vorbildliche Sanitärausstattung, das Veranstaltungsgelände in Verbindung mit Schutzzäunen zum Schutz der empfindlichen Trockenrasen, das Pfand- und Abfallmanagement und der eingerichtete Buspendelverkehr", erläuterte Vogtmann die Entscheidung. Auch sei die Sensibilisierung der Besucher und der Medien für das Thema Natur- und Umweltschutz durch Ausstellungen, Video-Spots rund um den Naturschutz und die Biologische Vielfalt während der Veranstaltung gelungen. Die SfN-Mitarbeiter hatten den Eindruck, dass das Dosenpfand von den Jugendlichen problemlos akzeptiert wurde. Das Taubertal-Festival war eines von drei Pilot-Festivals in Deutschland, bei denen im Sommer 2003 die Kriterien für die Auszeichnung SOUNDS FOR NATURE FESTIVALS getestet wurden.
Hintergrund:
Zur Bewertung der drei Pilot-Sounds for Nature-Festivals wurden folgende Kriterien herangezogen:
- Lärm:
Darunter wird die Einhaltung der gängigen DIN-Normen zum Lärm- und Gesundheitsschutz, das Einhalten der Auflagen der Ordnungsbehörden und die Absprache mit den direkt betroffenen Nachbarn verstanden. - Abfallmanagement:
Dabei geht es zum einen um die konkrete Entsorgung und Wertstoffverwertung aller anfallenden Abfälle, um die konkrete Reinigung der Fläche während und nach der Veranstaltung und zum anderen um Konzepte und Durchführungen von Maßnahmen zur Abfallvermeidung z.B. Pfandsysteme. - Energieversorgung:
Der hohe Energiebedarf von Verstärker- und Lichtanlagen, für Kühlung von Getränken und Speisen und die Essenszubereitung macht ein Management zum Energiesparen notwendig. Dabei ist Festnetzstrom dem Strom aus mobilen Stromerzeugern (Dieselaggregaten) vorzuziehen. Unter CO2-Einspargesichtspunkten wäre natürlich Strom aus regenerativen Energien oder der Einsatz von Biodiesel wünschenswert. - Camping:
In dieser Kategorie werden die Organisation und das Management des Campingbetriebes bewertet, wobei auch Sicherheitsaspekte wie Brandschutz und Abwasserentsorgung bewertet werden, da diese Punkte im Krisenfall eine Ökoproblem darstellen. - Toiletten:
Hier wird einerseits die Anzahl und die Art (WC, Chemie- oder Biokonzentrat) und andererseits die Sauberkeit bewertet. Wildes urinieren ist eine große ökologische Belastung, die unbedingt vermieden werden muss. - Lage/Platz:
Hier sind das Veranstaltungsgelände und die Bodenverhältnisse im engeren Sinne gemeint. Beispielsweise sind befestigte Plätze wie Sport- oder Festplätze im Grundsatz besser geeignet als Weiden, Wiesen oder Ackerflächen. - Verkehr/Parken:
Der Verkehrsbereich ist eine große Umweltbelastung. Bewertet werden hier Buspendelverkehr zu den Park- und Campingplätzen und zum Bahnhof, Art des Parkplatzmanagements und Kombiangebote von Festivaltickets mit Bahn- oder Busfahrausweisen. - Ecotainment:
Dabei stehen die Informationsangebote zum Natur- und Umweltschutz und der Regionalentwicklung im Vordergrund. Die Anzahl der Infostände, Ausstellungen, Angebote zu Naturexkursionen etc. fließen in die Bewertung ein. - Presse:
Der Erfolg des Projektes ist auch davon abhängig, wie erfolgreich es in den Medien kommuniziert wird. Gemessen wird dies in Form von Presseauswertung und Medienanalyse.

