BfN zum Welttourismustag 2005:
- Natur- und Nationalparke kurbeln regionale Wirtschaft an
- NATURATHLON-ziele am Grünen Band laden zum Wandern, Radfahren und Erholen ein
Bonn, 26.09.2005:Morgen, am 27. September, wird der Welttourismustag begangen. Es ist ein Anliegen des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) mit dem NATURATHLON 2005 auf die vielen schönen Reiseziele am Grünen Band in Deutschland hinzuweisen.
Das Grüne Band hat sich auf Grund seiner Abgeschieden- und Ungestörtheit zu einem gesamtdeutschen Naturerbe ganz besonderer Art herausgebildet. Dort, wo sich bis vor 15 Jahren ein unüberwindbarer Todesstreifen befand, hat sich eine faszinierende Natur mit einer bedeutenden Artenvielfalt, eingebettet in eine fantastische Erholungslandschaft, entwickelt.
Natur, Sport und Tourismus sind wichtige Wirtschaftsfaktoren
In Tourismusgebieten mit ökologisch wertvollen Flächen und seltenen Pflanzen und Tieren ist die Natur wichtiger Publikumsmagnet und Wirtschaftsfaktor. Schutzgebiete wie Natur- und Nationalparke sowie Biosphärenreservate schützen nicht nur ursprüngliche Landschaften und Natur. Sie sichern auch Erholungsmöglichkeiten und leisten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Region. Verstärkt wird dieser Effekt noch durch den Wunsch vieler Touristen, in intakter Natur Sport zu betreiben. Wassersport, Wandern und Radfahren sind beliebte Urlaubssportarten. Sportangebote, die von vielen Reiseveranstaltern oder von Tourismusorten angeboten werden, müssen nicht auf Kosten der Natur gehen. Zahlreiche Beispiele aus Großschutzgebieten zeigen, wie sich Sportangebote als zusätzlicher Publikumsmagnet und Naturschutz vereinbaren lassen. Konflikte lassen sich vor allem dann lösen bzw. vermeiden, wenn sich die Verantwortlichen aus Naturschutz, Tourismus und Sport frühzeitig und regelmäßig untereinander abstimmen.
Attraktive und zugleich natur- und landschaftsverträgliche Sportangebote können die Akzeptanz von Großschutzgebieten weiter erhöhen und tragen gleichzeitig zu einem nachhaltigen Tourismus bei. Der Naturathlon 2005 demonstriert genau auch dieses Anliegen.
Großschutzgebiete stärken wirtschaftliche Entwicklung
National- und Naturparke kurbeln die regionale Wirtschaft an und schaffen so Arbeitsplätze, dies belegt eine im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) erstellte Studie. Die in der Studie aufgezeigten regionalökonomischen Effekte des Müritz-Nationalparks und der Naturparke Hoher Fläming und Altmühltal im Tourismus sprechen eine klare Sprache: Allein durch den Nationalparktourismus wurden 2004 an der Müritz Bruttoumsätze von rund 13,4 Millionen Euro erzielt. Dies entspricht dort rund 630 Arbeitsplätzen. Im Naturpark Altmühltal betrugen die Bruttoumsätze durch den Tourismus 20,7 Millionen Euro, im Naturpark Hoher Fläming 6,2 Millionen Euro. Im Altmühltal entspricht dies Beschäftigungsäquivalenten von 483 Arbeitsplätzen, im Hohen Fläming von 211 Arbeitsplätzen.
Hintergrund Welttourismustag:
1980 wurde der Welttourismustag erstmals durch die Generalversammlung der OMT/WTO eingerichtet, um jährlich durch eine Reihe von Veranstaltungen die soziale, kulturelle, politische und wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus der Öffentlichkeit bewusst zu machen.
Der diesjährige Welttourismustag steht unter dem Motto "Travel and transport: from the imaginary of Jules Verne to the reality of the 21st century".
Hintergrund Naturathlon 2005:
Unter dem Motto "Naturathlon - Natur vereint" entdecken zwei Natur-Sportteams vom 29. September bis 2. Oktober die ehemalige innerdeutsche Grenze. Gemeinsam werden sie auf dem Fahrrad etwa 1.400 km in vier Tagen bewältigen.
Es soll einerseits deutlich werden, dass es möglich ist, aus einer vormals unüberwindbaren Grenze, eine Lebenslinie für gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu entwickeln und als Teil eines europäischen ökologischen Netzwerkes zu schützen. Auf der anderen Seite zeigt der NATURATHLON in unterhaltsamer und fröhlicher Weise, dass sich im Naturschutz ökologische, wirtschaftliche und soziale Belange vereinen lassen.
Der NATURATHLON führt entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze die Athleten in zwei Teams jeweils von Süden und Norden kommend in den Zielort Creuzburg im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal in der Nähe des Nationalparks Hainich (Thüringen). Die südliche Strecke führt von Bayern/Sachsen (Fichtelgebirge) über Hessen/Thüringen (Franken- und Thüringer Wald, Rhön und Nationalpark Hainich). Die nördliche Strecke von der Ostseeküste durch Schleswig-Holstein/Mecklenburg Vorpommern (Biosphärenreservat Schaalsee) über Niedersachsen/Brandenburg/Sachsen-Anhalt (Elbe, Drömling, Nationalpark Harz) zum Zielort.
Ausrichter des NATURATHLON 2005 sind das Bundesamt für Naturschutz in Kooperation mit dem Bundesamt für Strahlenschutz, dem BUND-Projektbüro Grünes Band und dem Kuratorium Sport und Natur.
Hinweis an die Medien:
Allgemeine Rückfragen im Pressebüro des BfN 0228-8491-280
Das mobile Pressebüro NATURATHLON ist ab dem 28.9.2005 unter folgenden Nummern zu erreichen:
Reinhard Schneider, Presseteam Naturathlon-Süd, 0173-2763546
Franz Emde, Presseteam Naturathlon-Nord, 0172-2027081
Weitere Information zum Naturathlon 2005 und Grünen Band erhalten Sie unter:

