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Was will Sounds for Nature?


Ein Blick auf das Publikum bei einem Konzert der Band Deichbrand

Was ist SfN überhaupt?

Die Sounds for Nature Stiftung ist aus einem Projekt des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) entstanden. Es wurde viele Jahre als Kooperationsprojekt vom BfN, der Musik-Agentur K.O.K.S., der Deutschen Rockmusik-Stiftung und dem Institut für Umweltkommunikation (ifu Bonn) in Form einer Arbeitsgemeinschaft getragen.

Sounds for Nature ist ein geschützter Markenname, der unter anderem Qualität bei der Entwicklung ökologischer Strategien bei Großveranstaltungen garantiert.

Die Philosophie

Mit Sounds for Nature sollen junge Menschen für den Natur- und Umweltschutz begeistert werden. Weder moralische Appelle noch wissenschaftlich untermauerte Ge- und Verbote unterstützen eine positive Auseinandersetzung junger Menschen mit den Themen Natur- und Umweltschutz. Sie bewirken im Gegenteil eine immer größere Entfremdung von der Natur. Mit Sounds for Nature werden die Jugendlichen bei ihren eigenen Interessen, Erlebnissen und Wünschen abgeholt. Sie können so schöne Erlebnisse und angenehme Gefühle im Zusammenhang mit Natur erleben.

Sounds for Nature

verbindet Natur, Musik und junge Menschen, fördert die Auseinandersetzung mit dem Thema Natur, veranstaltet Musikwettbewerbe für Nachwuchsmusiker und junge Bands mit inhaltlichem Bezug zur Natur, macht Open Air Musikfestivals umweltverträglicher und ermöglicht es, Botschaften bzw. Produkte in einem positiven Kontext zu vermitteln.

Die heutige Erlebnis- und Mediengesellschaft fordert Entertainment, Lebensfreude und Spaß. Sounds for Nature knüpft daran an, um auf diesem Wege positive Assoziationen zur Natur zu wecken, die dann Wegbereiter für weitere Botschaften sein können.

Sounds for Nature verfolgt darum das Konzept des Ecotainment. Die Ernsthaftigkeit der Ökologie-Problematik und die daraus folgende Verantwortung aller Beteiligten werden mit einer Leichtigkeit im Umgang mit der Thematik verbunden. Die Bereitschaft, sich rücksichtsvoll in der Natur zu bewegen, wird bei allen Betroffenen ohne den erhobenen Zeigefinger erheblich erhöht. Alle Beteiligten (beispielsweise bei den Festivals sowohl die Veranstalter und die Musik Bands als auch die Besucher) werden nachhaltig für das Thema sensibilisiert. Es werden Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, wie man Umwelt und Natur schützen kann, ohne den Spaßfaktor zu beeinträchtigen.

Die Möglichkeiten

In dem Sounds for Nature Konzept liegen große Chancen für die Umweltbildung. Musik ist für junge Menschen eine Möglichkeit, sich abzugrenzen und sich mit Gleichgesinnten zu identifizieren. Sie erleben darum Musikkonzerte oder -festivals als »große Freiheit«. Zwanglos, frei von einengenden Konventionen, feiern sie ihre eigene Musik. Wenn in diesem Kontext Naturerlebnisse stattfinden, so ermöglichen sie positive Assoziationen, die einen neuen Zugang für das Umweltthema öffnen können. Außerdem erfahren die jungen Menschen, dass sie persönlich gefragt sind, wenn es darum geht, die Umwelt zu schützen. Auf den Festivals sind beispielsweise konkrete Erfolgserlebnisse möglich, wenn verringerte Müllmengen dokumentiert werden.

Der Wettbewerb

Das Projekt Sounds for Nature startete im Jahr 2001 in Kooperation mit der Volkswagen Soundfoundation als Musikwettbewerb. Der Wettbewerb richtete sich an junge Musiker und Bands, die Songs zum Thema Natur einreichen konnten. Gefragt waren nicht Horrorszenarien einer zerstörten Natur, sondern Lieder, die positive Gefühle und Assoziationen mit dem Thema Natur wecken. Ziel war es, junge Menschen anzuregen, sich über das Medium Musik auf positive Weise, ohne moralischen Druck, mit der Natur auseinander zu setzen.

Von den rund 200 Einsendungen wurden drei Bands prämiert. Die Sieger erhielten folgende Preise:
Veröffentlichung der prämierten Songs mit anderen Bands auf einem CD-Sampler,
ein Band-Coaching durch Profimusiker in der Internationalen Naturschutzakademie des BfN auf der Insel Vilm bei Rügen,
ein Auftritt auf dem ersten Sounds for Nature Open Air Festival in Bonn.

Umweltfreundliche Festivals

Am 1. Juni 2002 fand das erste Sounds for Nature Open Air Festival im Rahmen des Museumsmeilenfestes in Bonn statt. Mehr als 11.500 junge Menschen besuchten das Konzert, das mit bekannten Namen wie Such A Surge, Die Happy und Liquido lockte. Die Moderation von ›Wetterfrosch‹ Jürgen Vogt, die eingespielten Werbespots (»Spots for Nature«) sowie die entsprechenden Ausstellungen sorgten für den inhaltlichen Bezug der Veranstaltung.

Es ist kein Geheimnis, dass in der Musik- und Veranstaltungsbranche vieles im Natur- und Umweltschutz im Argen liegt. Deshalb ist ein Ziel von Sounds for Nature, Musikfestivals naturverträglicher zu gestalten. Festival-Veranstalter bekommen die Möglichkeit, Ihre Veranstaltung Sounds for Nature Festival zu nennen, wenn sie bereit sind, bei der Durchführung ihrer Veranstaltung bestimmte Umweltkriterien zu erfüllen.

Ein von Sounds for Nature entwickelter Leitfaden zu den Themen wie Veranstaltungsplanung, Verkehr, Verpflegung, Unterbringung, Camping, Abfall, Lärm und Öffentlichkeitsarbeit beschreibt diese Kriterien und gibt den Veranstaltern konkrete Anreize und Hilfestellungen. Detaillierte Checklisten erleichtern die Umsetzung. Parallel zum Festival sollen nach Möglichkeit »Natur Erlebnis Angebote« und Informationsangebote installiert werden, wie Kanufahrten oder Exkursionen in die umliegende Natur, biologisches Eventfood, Ausstellungen verschiedenster Kooperationspartner etc. Bei Planung und Durchführung des Festivals werden dem Veranstalter Erfahrung und professionelle Hilfe zur Seite gestellt.

Mit dem Namen Sounds for Nature erhalten die ausgezeichneten Festivals ein Aushängeschild das ihnen hilft, sich mit einem gekennzeichneten positiven Image aus der breiten Masse hervorzuheben. Im Jahr 2003 wurden bereits drei Musikfestivals vom BfN mit dem Sounds for Nature Zertifikat für Musikfestivals ausgezeichnet.

Das Gütezeichen SfN

Mit dem SfN-Gütezeichen wird Veranstaltern die Möglichkeit gegeben, ihr Musikfestival schrittweise naturverträglicher zu gestalten. Dies geschieht in Form einer Selbstverpflichtungserklärung auf Basis des Leitfadens. Die Auszeichnung ist für ein Jahr gültig.


Ein Panoramabild von der nächtlichen Location des gefüllten Taubertalgeländes während des gleichnamigen Festivals

Plakat mit Promis oder Musikern, welche Statements für die Idee von Sounds for Nature liefern

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